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Gruppenausstellung: Projecting Time (vorbei)

29 Juni 2007 bis 26 August 2007
 
 
  Badischer Kunstverein

Badischer Kunstverein
Waldstr. 3
76133 Karlsruhe
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)721 - 28 226
www.badischer-kunstverein.de


Projecting Time

Badischer Kunstverein
29.06. - 26.08.2007

Eröffnung: Donnerstag, 28. Juni 2007, 19 Uhr
Pressetermin: Mittwoch, 27. Juni 2007, 11 Uhr

Beteiligte Künstler:
Matthew Buckingham, Isa Genzken, Mathias Poledna, Ines Schaber, Philip Scheffner/Britta Lange, Dierk Schmidt, Florian Zeyfang

Die Ausstellung Projecting Time versammelt acht künstlerische Positionen, die sich mit der Konstruktion von geschichtlicher Wirklichkeit beschäftigen: Wie werden historische Fakten erzeugt? Wer oder was wird als ‚geschichtswürdig' erachtet oder eben nicht? Mit welchen Mitteln, Methoden und Rhetoriken werden Ereignisse und Personen als Geschichte (fest)geschrieben? Und welche Ziele stehen hinter den standardisierten Formen der Geschichtsschreibung?

Ein zentrales Interesse der Ausstellung gilt der kritischen Reflektion von Repräsentations- und Darstellungssystemen, mit denen die Historiographie ihren Gegenstand als geschichtliche Tatsachen ausweist. Dieses scheinbar unerschütterliche „so ist es gewesen" stützt sich dabei auf zwei wesentliche Voraussetzungen: Auf den Status des historischen Materials als Dokument oder ‚Abbild' und dessen Einordnung in eine lineare Zeitlichkeit, durch die die Ereignisse in einem quasi natürlichen Prozess aufeinander folgen und zur Geschichte werden.

Die Künstlerinnen und Künstler in Projecting Time befragen diese kanonisierte Form der Erzeugung historischer Fakten, indem sie das Material der Geschichte und Geschichtsschreibung mit ihren jeweils eigenen Mitteln inszenieren. Die Reflektion der medienspezifischen Darstellungsrhetoriken und -strategien steht dabei im Zentrum der Versuche einer Annäherung an Vergangenes - allerdings nicht auf der Suche nach neuen Konstanten oder ‚Wahrheiten'. Vielmehr führen die künstlerischen Praxen zu Brüchen, Inkonsistenzen und Paradoxien des historischen Narrativs: Sie graben nach den vergessenen oder verlorenen Geschichten, die sich hinter der Oberfläche der Archive verbergen, befreien die Bilder aus dem Korsett ihrer semantischen Zuordnungen, fragen nach den Konsequenzen einer Kommerzialisierung von historischen Dokumenten, bringen die Protagonisten hinter der Geschichtsschreibung zum Verschwinden oder rekonstruieren Bilder, die es nie gegeben hat. Gerade im öffnenden, fragmentarischen und bewusst fokussierten Charakter des künstlerischen Arbeitens werden Vorstellungen lesbar, die sich jenseits des Sicht- und Hörbaren verwirklichen. So wird das erfahrbar, was sich hinter den Bildern, Tönen und Texten verbirgt.


Führungen durch die Ausstellung:

01.07.2007, 15 Uhr
22.07.07, 15 Uhr
19.08.2007, 15 Uhr

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