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Einzelausstellung: Rachel Whiteread - August Seeling Preisträgerin des Freundeskreises 2007 (vorbei)

21 Oktober 2007 bis 13 Januar 2008
 
 
  Lehmbruck Museum

Lehmbruck Museum
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
47049 Duisburg
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)203 - 283 32 94
www.lehmbruckmuseum.de


21. Oktober 2007 - 13. Januar 2008

Rachel Whiteread
August Seeling Preisträgerin des Freundeskreises 2007

Pressekonferenz
: Freitag, 19. Oktober, 11.30 Uhr
Ausstellungseröffnung: Sonntag, 21. Oktober, 11.30 Uhr
Laufzeit: 21. Oktober 2007 – 13. Januar 2008
Kurator: Gottlieb Leinz

Seit 1988 hat die international renommierte britische Künstlerin Rachel Whiteread (geb. 1963, London) ein umfangreiches Inventar des häuslichen Lebens erstellt. Diese Aufsehen erregenden Werke, die einen gänzlich neuen plastischen Entwurf in die Gegenwartskunst einführten, stellen nicht den materiellen positiven Raum, sondern die negativen Kernzonen zwischen den Körpern und Räumen dar. Dabei handelt es sich um Tische, Schränke, Badewannen, Waschbecken, Betten, Matratzen, Fußböden, Wohnzimmer und Treppenhäuser. Die Werke entstehen im Gussverfahren der „verloren Form“, wobei die Künstlerin neben Gips und Wachs ungewöhnliche industrielle Werkstoffe wie Gummi, Beton und Polyesterharz benutzt. Auf diese Weise werden die Stoffe, die traditionell zur Herstellung von Gussformen dienen, zum eigentlichen Material der Skulptur. Die Gussform ist mit dem Gegenstand identisch. Zu „Closet“ von 1988 berichtet die Künstlerin:“ Ich habe einfach einen Schrank genommen...alles aus dem Inneren entfernt, ihn flach auf den Rücken gelegt, Löcher in die Türen gebohrt und dann den Schrank mit Gips gefüllt, bis er überfloss. Nach dem Trockenprozeß wurde der hölzerne Schrank entfernt und zurück blieb eine perfekt Kopie des Inneren“. Bei dieser „Kunst der Kopie“ konfrontiert uns die Künstlerin mit einer „verkehrten Welt“, die uns die Kehrseite und Vergänglichkeit (Vanitas) des in der Regel verborgenen Innenlebens vor Augen führt.

Diese erste Retrospektive in einem deutschen Museum stellt etwa 15 skulpturale Werke bzw. Werkgruppen aus den letzten Jahrzehnten des Schaffens der Künstlerin vor. Die Spanne reicht dabei von „Closet“ (1988), über „Sixteen Spaces“ (Hocker, 1995) bis zu „Untitled“ (Bücherbord, 2000) und „Rest“ (Tischgruppe, 2005). Ergänzend treten Zeichnungen und graphische Blätter hinzu.

Zur Ausstellung, die mit dem August Seeling Preis verbunden ist und die der Freundeskreis des Lehmbruck Museums alle vier Jahre an eine international renommierte Künstlerpersönlichkeit vergibt (zuletzt 2002 an Jessica Stockholder aus den USA), erscheint ein Katalog mit Farbabb. aller ausgestellten Werke mit Texten von Christoph Brockhaus und Gottlieb Leinz, ca. 120 Seiten, ca. 18 Euro.

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