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Einzelausstellung: Reiner Ruthenbeck - Wilhelm Lehmbruck-Preisträger/innen 2006 (vorbei)

12 Oktober 2008 bis 11 Januar 2009
  Reiner Ruthenbeck - Wilhelm Lehmbruck-Preisträger/innen 2006
Reiner Ruthenbeck, Drahtkopf gewickelt, 1966, Eisendraht, Sammlung Ulrich Reininghaus, Foto: Reiner Ruthenbeck, (c) VG Bild-Kunst, Bonn
 
  Lehmbruck Museum

Lehmbruck Museum
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
47049 Duisburg
Deutschland (Stadtplan)

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www.lehmbruckmuseum.de


12. Oktober 2008 bis 11. Januar 2009

Reiner Ruthenbeck
Wilhelm Lehmbruck-Preisträger 2006

Pressekonferenz: Donnerstag, 9. Oktober, 11 Uhr (Duisburg)

Eröffnung:
Duisburg:
Samstag, 11.Oktober, 15 Uhr
(Düsseldorf: Samstag, 11. Oktober, 18 Uhr)

Kuratorin: Dr. Marion Bornscheuer

Im Herbst 2008 präsentieren die Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Duisburg und die Kunsthalle Düsseldorf eine retrospektiv angelegte Werkschau des Bildhauers Reiner Ruthenbeck.

Ruthenbeck (*1937) zählt zu den bedeutendsten deutschen Bildhauern seiner Generation. Als eine stille, aber dennoch zentrale Position hat er sein Werk von den 1960er Jahren bis heute konsequent weiterentwickelt. Schon während seines Studiums bei Joseph Beuys an der Kunstakademie Düsseldorf fand er zu einer unverwechselbaren Sprache, die früh Anregungen aus dem Surrealismus und vor allem aus Minimal- und Concept-Art verarbeitete, sich einer klaren Einordnung jedoch entzieht. Ruthenbeck greift bildhauerische Themen der 1960er Jahre wie die Hinwendung zu unkonventionellen Materialien aus der Alltagswelt und die Reduzierung auf das Material als Form auf, bemerkenswert ist dabei seine anspielungs- und variantenreiche Formensprache und die oft humorvolle Leichtigkeit, mit der er seine Objekte und Rauminstallationen in Spannung bringt und in labilem Gleichgewicht hält. In der Vergangenheit war Reiner Ruthenbeck auf der documenta und der Biennale Venedig vertreten und lehrte von 1980 bis 2000 als Professor an der Kunstakademie in Münster.

Im Jahr 2006 erhielt er den renommierten Wilhelm Lehmbruck-Preis der Stadt Duisburg. In den zwei parallel stattfindenden Ausstellungen legen die Institutionen ihren jeweiligen Schwerpunkt auf unterschiedliche Aspekte im Werk Ruthenbecks:

Die Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum konzentriert sich auf Ruthenbecks plastisches und fotografisches, innovatives Werk aus den 1960er Jahren. Die chronologische Präsentation ermöglicht einen grundlegenden Einblick in das Schaffen des Künstlers während des Studiums an der Düsseldorfer Kunstakademie. Die gezeigten Arbeiten sind nach Werkgruppen gegliedert (etwa die Möbel oder die Aschehaufen) - anschaulich zu beobachten ist eine Entwicklung vom Massiven, Monolithischen hin zum Leichten, Transparenten.

Die Ausstellung im Wechselausstellungsraum des Hauses zeigt rund 40 Objekte und Installationen, ergänzt durch eine Reihe von Fotografien und Zeichnungen aus dem Besitz des Künstlers.

Anlässlich der Verleihung des Wilhelm Lehmbruck-Preises an Reiner Ruthenbeck konnte das Lehmbruck Museum zudem zwei Neuerwerbungen für die Sammlung ermöglichen, die nun erstmals gemeinsam präsentiert werden: Der Aschehaufen IV (1968), der mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen erworben wurde sowie die Aufhängung V (1969/70), die jüngst mit Unterstützung des Freundeskreises des Museums angekauft wurde, werden nun erstmals gemeinsam mit dem dritten Werk aus dem Eigenbesitz des Hauses, der Metallplatte mit Sehschlitz (1971), ausgestellt sein.

Die Kunsthalle Düsseldorf zeigt, ihrer besonderen architektonischen Situation entsprechend, große raumbezogene Arbeiten, die Ruthenbeck ab den 1970er Jahren entwickelte. In enger Zusammenarbeit mit dem Künstler werden so zentrale Werke wie das Nasse Tuch oder die Kissen mit Bezug auf die Architektur der Ausstellungsräume präsentiert. Ergänzend werden wichtige Werkgruppen der konzeptuellen Objekte, darunter die Geräuschstücke und die Kineti-schen Objekte, die Ruthenbecks charakteristische Verbindung von konzeptueller Strenge und spielerischer Umsetzung anschaulich machen.

Begleitend erscheint eine umfangreiche Publikation, die in Texten und Interviews den Blick auf Ruthenbecks Werk öffnet. Zugleich wird mit ihr erstmals ein vollständiges Werkverzeichnis der Installationen, Objekte und konzeptuellen Arbeiten vorgelegt, die überwiegend farbig abgebildet und ausführlich dokumentiert werden. Der rund 430 Werke umfassende Katalog zeigt nicht nur die Chronologie der Werkentwicklung. Eine Unterteilung in Werkgruppen, die jeweils von kurzen Texten eingeleitet werden, macht die Kontinuität und den Variantenreichtum in der künstlerischen Arbeit Ruthenbecks sichtbar. Die Publikation entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler, der sein umfangreiches Archivmaterial zum ersten Mal vollständig zugänglich macht. (Erscheinungstermin: Mitte November 2008 im Verlag der Buchhandlung Walther König.)

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