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Einzelausstellung: René Wirths - jenseits und diesseits (vorbei)

20 November 2010 bis 23 Dezember 2010
  René Wirths - jenseits und diesseits
Stern, 2010, Öl auf Leinwand
rückseitig signiert, datiert und betitelt, 190 x 190 cm. ©René Wirths, courtesy Galerie Michael Haas
 
www.galeriemichaelhaas.de Galerie Michael Haas

Galerie Michael Haas
Niebuhrstr. 5
10629 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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www.galeriemichaelhaas.de


René Wirths
jenseits und diesseits

20. November bis 23. Dezember 2010

Eröffnung: Freitag, 19. November 2010, 19 bis 21 Uhr
Der Künstler ist anwesend

Zweite Einzelausstellung von René Wirths in der Galerie Michael Haas: Ein Brotlaib, ein Holzstuhl oder ein Turnschuh als Ausgangspunkte für malerische Annäherungen an die Welt.

„Der Gegenstand ist Anlass für mich, das Bild zu malen." Es sind die oft ganz banalen Objekte unserer sichtbaren Welt, die den 1967 in Waldbröl im Bergischen Land geborenen und heute in Berlin lebenden Maler reizen, ein Bild zu malen. Ein zerknittertes Stück Papier oder ein Motorrad sind für René Wirths ebenso interessant wie eine Rolle Toilettenpapier. Ihre sichtbare Hülle interessiert ihn. In extrem detaillierter Malerei in Öl auf Leinwand gibt er sie wieder und lotet dabei die Bedeutung der Dinge jenseits ihrer real-greifbaren Existenz aus. Unter dem Titel „jenseits und diesseits" zeigt die Galerie Michael Haas eine Auswahl jüngster Werke des Künstlers. Im Sommer 2011 richtet die Kunsthalle Rotterdam die erste große Werkschau des Künstlers aus (25.6.-18.9.2011).

Meistens ist es die Oberfläche eines Gegenstands, die René Wirths einen Schlüsselreiz sendet und ihn ein bestimmtes Motiv auswählen lässt: Das knautschige Leder eines Turnschuhs, die Struktur eines Holzbretts, der Knochen eines Schädels. Seine Motive vergrößert er leicht und steckt sich für die Darstellung auf der Leinwand einen knapp bemessenen Rahmen. Vom ersten Moment an nimmt Wirths den Gegenstand als Ganzes in den Blick und malt ausschließlich, was er visuell wahrnimmt. Immer tiefer und gründlicher nähert er sich schrittweise dem Objekt. Zunächst malt er flächig mit grobem Pinsel, später wird der Pinsel feiner, die Malerei vielschichtiger. Wirths dringt in den Mikrokosmos der Oberflächen seiner Objekte ein und erschließt sich den Gegenstand. Erkenntnis wird durch Wahrnehmung erlangt. Die Malerei wird abstrakt und stellt an einem Punkt nur noch verdichtete Schlieren und Strukturen dar. Jetzt löst sich das Bild vom realen Gegenstand. Das Brot ist nicht mehr ein Brot, sondern ein Gebilde. Es ist Schein und Sein in einem.

René Wirths lebt seit 1970 in Berlin und studierte von 1992 bis 1998 Bildende Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste. Er war Meisterschüler bei Wolfgang Petrick.

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