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Einzelausstellung: Robert Mapplethorpe - Works 1975-1988 (vorbei)

30 August 2008 bis 18 Oktober 2008
  Robert Mapplethorpe - Works 1975-1988
Robert Mapplethorpe, Bird of Paradise, 1979
© Robert Mapplethorpe Foundation.
Used by Permission.
 
  Mai 36 Galerie

Mai 36 Galerie
Rämistrasse 37
8001 Zürich
Schweiz (Stadtplan)

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tel +41 1 261 68 80
www.mai36.com


ROBERT MAPPLETHORPE, Works 1975-1988
30. August - 18. Oktober 2008

Wir freuen uns, Ihnen in der nächsten Ausstellung in unserem Showroom Werke aus den Jahren 1975 bis 1988 des amerikanischen Fotografen Robert Mapplethorpe (New York 1946 - Boston 1989) präsentieren zu können.

Der jung verstorbene Robert Mapplethorpe gilt als einer der wichtigsten und provozierendsten Fotografen seiner Zeit. Er führte ein sehr exzessives Leben mit Drogen und zahlreichen hetero- wie homosexuellen Liebesaffären. Seine grössten Erfolge feierte er in den 1980er Jahren, die nicht zuletzt den damals Aufsehen erregenden, erotischen, bisweilen schockierenden pornographischen Fotografien zuzuschreiben sind. Gleichzeitig bewunderte das Publikum deren technisch meisterhafte Ausführung. Viele Berühmtheiten liessen sich von Mapplethorpe porträtieren, unter anderem Andy Warhol, Lawrence Weiner, Louise Bourgeois, Grace Jones und Patti Smith. Es entstanden technisch ausgefeilte Porträts, deren Ästhetik von allem überflüssigen Beiwerk befreit ist. Die Dargestellten sind aufreizend direkt und doch unnahbar präsent und üben so eine ungemein starke Ausstrahlung aus. Mit ihnen schuf Mapplethorpe eigentliche Ikonen der damaligen Kunstszene.

Von 1963 bis 1969 studierte Robert Mapplethorpe am Pratt Institute of Fine Arts in Brooklyn Malerei, Bildhauerei und Grafik. In den frühen 1970er Jahren begann er zu fotografieren. 1972 lernte er Sam Wagstaff, den früheren Kurator des Detroiter Institute of Arts kennen, der nicht nur sein Liebhaber war, sondern ihn auch förderte. Dank seiner Unterstützung konnte Mapplethorpe 1973 in der Light Gallery in New York seine erste Einzelausstellung einrichten, welche als Fanal seiner glanzvollen Karriere gelten kann. 1977 und 1982 beteiligte er sich an der documenta 6 und 7 in Kassel. 1988, als sich sein Gesundheitszustand zusehends verschlechterte, wird im Whitney Museum of American Art in New York Mapplethorpes erste amerikanische Museumsretrospektive gezeigt. Am 9. März stirbt der Künstler in einem Bostoner Krankenhaus an den Folgen seiner HIV-Infektion. Ein Jahr später führte eine Ausstellung seiner sieben sadomasochistischen Porträts unter dem Titel The Perfect Moment in Cincinnati zu heftigen Kontroversen nicht nur über die Darstellungen, sondern auch über die viel beschworene Freiheit der Kunst. In der Folge der Ausstellung kam es zum vergeblichen Versuch, das Cincinnati Contemporary Arts Center und seinen Direktor Dennis Barrie wegen der Ausstellung obszönen Materials in einem Gerichtsverfahren zu verurteilen.

Einem breiten Publikum sind Mapplethorpes manchmal hoch erotische bis obszöne Akte und seine ästhetischen, raffiniert arrangierten Blumenstillleben in einer reduzierten Schwarzweisspalette bekannt. Besonders ins Auge sticht die Diskrepanz zwischen den Fotografien von sadomasochistischen Szenen und tätowierten 'Lederschwulen' und seinem Bemühen um die klassisch formale Schönheit eines Motivs. Dies erreichte Mapplethorpe, indem er die Motive auf skulpturale Silhouetten reduzierte, getreu seinem Diktum über die Fotografie als einer perfekten Methode, Skulpturen zu schaffen. Zudem tragen die minutiös durchgeplanten Kompositionen und die subtil abgewogenen Farbtöne des schwarz-weissen Spektrums dazu bei, dass die Fotografien eine gewisse Härte ausstrahlen. Auch wenn Mapplethorpe auf die Selbststilisierung seiner Modelle einging, hielt er sie ohne verfremdende Inszenierung fest. Indem er sie vor weissen oder schwarzen Hintergrund positioniert, erzeugt er bestechend schlichte Aufnahmen der Motive. Eine brisante Mischung von Faktoren, die diesen Aufnahmen eine unwiderstehliche Anziehungskraft verleihen. [Text: Dominique von Burg]

Vernissage ist am Samstag, 30. August von 11 bis 18 Uhr. Auf Anfrage lassen wir Ihnen gerne geeignetes Bildmaterial zukommen (office@mai36.com).

Wir freuen uns, Sie in der Galerie zu begrüssen und danken Ihnen für Ihr Interesse.

Mai 36 Galerie

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