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Gruppenausstellung: "Romanticism a female approach?" (vorbei)

18 April 2007 bis 19 Mai 2007
 
Details aus Arbeiten von B. Nägle/A. Grosser/
J. Monaco/Y. Shimizu /von oben nach unten)
 
  Nusser & Baumgart

Nusser & Baumgart
Steinheilstr. 18
80333 München
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)89 - 22 18 75
www.nusserbaumgart.com


Photoarbeiten
Julie Monaco, Barbara Sophie Nägle, Astrid Grosser, Yukara Shimizu

Die japanische Fotografin Yukara SHIMIZU,
(*1964 in Tokio, lebt in München)
konzentriert sich in ihren Arbeiten auf Landschaftsbilder. Ihre szenischen Aufnahmen von Flußufer-, Felder- oder Waldbildern photographiert sie Nachts mit Hilfe einer starken elektrischen Lichtquelle - woraus beeindruckende Bildern höchster Konzentration entstehen. In ihren dunklen Blau- oder Grüntönen weisen
sie eine mysteriöse, geheimnisvolle, teils auch irritierend-düstere Anmut auf und sind in einem fast erzählerischen, viele Assoziationen und die Phantasie anregenden Bereich zwischen Tag- und Nacht, zwischen Stadt-Raum und der Stille des Natur-Raumes angesiedelt.

Julie MONACO (*1973, lebt in Wien) läßt Bilder entstehen, die uns nicht nur sofort in Bann ziehen, sondern auch durchaus „real“ - sprich: von der Realität abgelichtet oder einem realen Vorbild entspringend - erscheinen. Erst bei genauerem
Hinsehen wird dem Betrachter bewußt, daß dem nicht so ist: die Nähe zu realer Landschaft ist zwar verblüffend, doch sind die Bilder rein digital erzeugt, von Monaco ohne Verwendung von Vorlagen am Computer generiert. Sie erzeugt
romantisch anmutende Bildwelten von enormer Suggestivkraft - die jedoch in der realen Natur so nie vorkommen. Ihre am Computer erschaffenen Landschaften oder Wolkenformationen wechseln dabei zwischen Erhabenheit und Neo-Romantik,
wirken mit ihren glatten Oberflächen zugleich verführerisch und bedrohlich.
Nicht zuletzt hinterfragt Monaco mit ihren Arbeiten sowohl unsere Wahrnehmung als auch die Rezeption und den Umgang mit kunsthistorisch paradigmatisch benutzten Kategorien wie Romantik/ Natur in der Malerei/ Erhabenheit.

Die deutsch-österreichische Künstlerin Barbara Sophie NÄGLE (*1969, lebt in New York) beschäftigt sich in ihrer neuen Serie, an der sie seit 2005 arbeitet, mit den vielen, unterschiedlich negativen Auswirkungen, die unser Streben nach Fortschritt und Verbesserung unserer Lebensumstände auf die sensibel beschaffene
Natur hat. Die Bilder entstanden in China, der Tschechischen Republik und den U.S.A., wobei nicht der Entstehungsort für sie wichtig ist, sondern die Tatsache, daß diese Orte überhaupt existieren. Nägles Bilder zeigen Landschaften, gezeichnet durch unser Eingreifen in deren ökologisches Gleichgewicht: schonungsloser
Kohleabbau, durch sauren Regen erstickte Wälder und die Überreste eines, über einem ewig unterirdisch simmernden Kohlefeuer liegenden, Landstrichs. Wenngleich diese sehr kritische Auseinandersetzung mit Themen wie beispielsweise Ökologie und Umweltzerstörung in Nägles Arbeiten offensichtlich ist, so entstehen aufgrund ihrer Lichtführung und der Auswahl von Details, auf die sie sich konzentriert, nichts desto weniger Bilder, die uns in ihrer sanften Ästhetik
verführen. Sie lassen uns eine irritierende Schönheit wahrnehmen, die in Anbetracht
des Inhalts durchaus verunsichernd stimmt und zur Auseinandersetzung herausfordert.

Astrid GROSSER (*1969 in Hamburg) ist seit 1995 als internationale Fotografin tätig. Sie zeigt in ihrer 2006 entstandenen Serie eine vom Menschen unberührte Natur von geradezu atemberaubender, klirrender Schönheit: Eisberg-Landschaften in zarten Blau-Grau-Weißtönen bei Tage, dem entgegengesetzt die abendliche
Stimmung in dunkler Farbigkeit. Die Abwesenheit des Menschen und seiner Eingriffe wird überdeutlich spürbar, die Aufnahmen werden zu fast abstrakten, malerisch anmutenden Bildwelten, die durchaus Assoziationen an große Landschaftsszenerien der Malerei der Romantik zulassen, andererseits den bewußten
Gegensatz durch das Medium Fotografie und seine glänzende, perfekte Oberfläche
forcieren.

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