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Gruppenausstellung: Sammelstücke – Collector Works (vorbei)

27 September 2008 bis 31 Oktober 2008
  Sammelstücke – Collector Works
Markus Lüpertz, Parsifal – Männer ohne Frauen,
Mischtechnik auf Leinwand, 140 x 112 cm
 
www.Bode-Galerie.de Galerie & Edition Bode GmbH

Galerie & Edition Bode GmbH
Kaiserstraße 32/1
90403 Nürnberg
Deutschland (Stadtplan)

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www.Bode-Galerie.de


SAMMELSTÜCKE - COLLECTOR WORKS

Ausstellung
vom 27.09. bis 31. 10. 2008 in der Galerie & Edition Bode Nürnberg

In der Ausstellungs-Reihe- "SAMMELSTÜCKE - COLLECTOR WORKS" präsentieren wir ausgewählte Unikate von 11 renommierten Künstlern. Darunter international bedeutende Zeitgenossen wie Markus Lüpertz, Günther Förg, Günther Uecker, Peter Angermann und Elvira Bach. Außerdem sind mit Heinz Mack, William N. Copley und Karl Hagedorn weitere Meilensteine der Kunstgeschichte vertreten. Die größte Arbeit stammt von Markus Lüpertz aus der reihe Parsifal. Ferner sind Udo Kaller, Herbert Maier und Bernd Schwarzer präsent. Schwarzers Werke zum Thema Europa fanden bereits im Auswärtigen Amt in Berlin große Resonanz.

Parsifal (Männer ohne Frauen) - Markus Lüpertz (*1941 in Liberec/Böhmen):
Der deutsche Maler Markus Lüpertz gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des Neoexpressionismus. Er ist einer der wichtigsten deutschen Künstler seiner Generation. In den 60er Jahren entwickelte er seine "dithymbische Malerei", die sich in den 70er Jahren in andere Formgebilde weiterentwickelte. Die umfangreiche Bildfolge "Parsifal - Männer ohne Frauen", die der Künstler ab 1993 begann, zählt zu seinen populärsten Werkzyklen. Immer wieder malt Lüpertz in zahlreichen Varianten das Antlitz des großen Suchenden mit einer Tränenspur rechts und links. Ein eindrucksvolles Sinnbild. Das Aufgreifen mythologischer Figuren und Themen ist für ihn charakteristisch. Doch in erster Linie geht es ihm vor allem auch darum die Malerei lebendig zu halten. 2003 wurde Lüpertz für seine Leistungen auf dem Gebiet der bildenden Künste der internationale "Julio-González-Preis" verliehen. Seine Arbeiten sind in allen wichtigen Sammlungen, Ausstellungen und Werkschauen präsent. "Parsifal" von Markus Lüpertz ist mit 140 x 112 cm das größte und teuerste Bild in der Ausstellung.

Raum und Farbe - Günther Förg (*1952 in Füssen/Allgäu):
Er zählt bereits seit mehreren Jahren zu den Top 50 Künstlern weltweit im Kunstkompass des Wirtschaftsmagazines Capital. Die Auseinandersetzung mit Raum, Architektur und Farbe ist ein grundlegendes Thema in Günther Förgs Kunst. Monochrome Werke bilden anfangs den Ausgangspunkt seines Schaffens. Später untersucht er die Wirkung verschiedener Materialien wie die von Blei und Aluminiumblechen. Er beschäftigt sich ferner mit Wandmalereien und Skulpturen. Der installationsartige Charakter wird dabei deutlich. Seit Beginn der achtziger Jahre entstehen mehrere Reihen von Architekturfotografien. Seine Gemälde, die Wandmalereien und die spiegelnde Verglasung der Fotografien erweitern die traditionellen Grenzen des Tafelbildes, dadurch dass sie den Raum und Rezipienten verstärkt mit einbeziehen. Gattungsimmanente Qualitäten, wie der Duktus des Farbauftrags oder die Spuren, die seine Hand in den Skulpturen hinterlässt, sind ihm bedeutende Aspekte. Günther Förg ist in wichtigen Ausstellungen international vertreten wie 1984 "von hier aus" in Düsseldorf oder der Documenta 9 in Kassel. Seine Arbeiten sind unter anderem in der Sammlung der Deutschen Bank und der Daimler Chrysler Contemporary in Berlin präsent. 1996 wurde er für seine Arbeit mit dem Wolfgang-Hahn-Preis ausgezeichnet. In der Ausstellung werden fünf Unikate der Reihe "o.T" von 1992 gezeigt.

Reihung - Günther Uecker (*1930 in Wendorf, Mecklenburg):
Günther Uecker zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit Mack und Piene hat er als Künstlergruppe "Zero" Kunstgeschichte geschrieben. ZERO wurde zur ersten bedeutenden internationalen künstlerischen Bewegung der Nachkriegszeit und damit zum fulminanten Startpunkt einer neuen Entwicklung in der Kunst. Mit dem radikalen Wechsel vom gemalten Tafelbild zum Nagel-Objekt fand Günther Uecker Mitte bis Ende der fünfziger Jahre ein seinen künstlerischen Absichten gemäßes Werkzeug, das rasch zu seinem Markenzeichen wurde. Dreimal hat er an der Documenta in Kassel teilgenommen. 1971 vertrat er Deutschland auf der Biennale von Venedig. Er lehrte von 1974 bis 1995 als Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf. Ueckers farbenprächtige Aquarelle sind Werke, die bisher nur einem kleineren Kreis von Kennern geläufig sind. Wir freuen uns daher sehr, eines dieser Kleinode mit dem Titel "Reihung" von 2005 in der Ausstellung präsentieren zu können.

Farbchromatik - Heinz Mack (*1931 in Lollar /Hessen):
"...ich habe mich ganz bewusst für eine Welt entschieden, in der das Licht bedeutungsvoller ist als dessen Gegenteil, die Schatten...Die Identität von Licht und Farbe, welche im Spektrum sichtbar wird, ist der Gegenstand meiner Malerei - es ist ihr einziger Gegenstand." So lautet Heinz Macks Bekenntnis zu seinen Bildern, in welchen er sich ausschließlich auf rhythmische Schwingungen und chromatische Farbsequenzen konzentriert. Dabei stehen seine Farbchromatiken hinsichtlich ihrer kunsthistorischen Position in der Folge auf die Monochromie von Yves Klein und die Achromie von Piero Manzoni. Seine Werke sind in vielen internationalen Ausstellungen vertreten. Seit 1970 arbeitet der Künstler auch an monumentalen Skulpturen und Platzgestaltungen z.B. für die Weltausstellung in Osaka, das Olympiagelände in München, Spielcasino in Aachen, IBM, Mercedes in Stuttgart, Landesversicherungsanstalt in Düsseldorf, Dresdner Bank in Frankfurt, Domplatz in Köln, Europa Center in Berlin, eine Kapelle in Neuss, Landtag in Düsseldorf, Universität Tübingen. Das große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland erhält Heinz Mack für sein Gesamtwerk und für seine Arbeit als Botschafter der Kulturen. Von Heinz Mack wird eine Farbchromatik zu sehen sein.

Mensch + Maschine - Karl Hagedorn (*1922 in Güntersberge/Harz ; † 2005 in Philadelphia/USA):
Mensch und Maschine waren die zentralen Themen im künstlerischen Werk von Karl Hagedorn. Die Faszination für Maschinen entwickelte sich bereits in seiner Kindheit. Bereits mit etwa 14 Jahren begann er intensiv zu zeichnen. 1953 beeindruckte ihn die Begegnung mit einem Werk von Fernand Léger in Paris. Mit dem Umzug nach Amerika wurde die menschliche Figur in seinen Gemälden zunehmend entindividualisiert. Es tauchten zunächst vereinzelt, später immer häufiger, Elemente aus dem Bereich der Technik, Maschinenteile, Signalzeichen und grafische Symbole als Bezüge zum menschlichen Referenzsystem auf. Mitte der sechziger Jahre verschwand die menschliche Figur in ihrer äußeren Erscheinung nun ganz, sie wurde zerlegt und in die sie umgebenden Teile integriert. Fast immer lassen sich die abstrakten Formen auf organische zurückführen. Werke von Karl Hagedorn befinden sich heute in zahlreichen Sammlungen und Museen, überwiegend in Europa und den USA, wie zum Beispiel im Goethe Institut in New York oder im Neuen Museum in Nürnberg. Karl Hagedorn ist mit vier Gemälden präsent.

Pop-Surrealismus - William N. Copley (*1919 in New York; † 1996 in Key West, Florida):
Er zählte zu den originellsten und unkonventionellsten Persönlichkeiten der Kunstszene: William N. Copley: Kurzzeitgalerist, Kunstsammler, Künstler. Seine Kunst steht sowohl in der Tradition von Dada und Surrealismus als auch in der Tradition der Pop Art in Amerika. Er gilt als Spätsurrealist und Vorläufer der Pop Art. Bereits zu Lebzeiten findet seine Kunst großen Anklang. Sein eigenwilliger Popsurrealismus zeigt oft, eine Mischung aus Alltagsszenen, amerikanischen Mythen, Pin-ups, Comics- und Filmfragmenten. Auf der »documenta 5« (1972) und der »documenta 7« (1982) waren Williams N. Copleys Werke, die fast alle mit dem charakteristischen Kürzel "cpLy" signiert sind, ebenso zu sehen wie in zahlreichen Ausstellungen in Europa und den USA. Von 1992 an lebte William N. Copley in Key West, Florida, wo er 1996 starb. Werke von Copley sind in berühmten Sammlungen und Museen vertreten, beispielsweise auch in der Sammlung von Frieder Burda. In "SAMMESTÜCKE" zeigen wir von Copley zwei ausgewählte Zeichnungen auf Papier.

Die Diva - Elvira Bach (*1951 Neuenhain, Taunus):
Sie ist überzeugt, dass "man immer nur das darstellen und ausdrücken kann, was man für sich erkannt hat, egal ob im Traum oder wirklich." Ihr ganzes Interesse gilt dem "Immer ich". Bekannt geworden ist die Malerin mit ihrem eigenwilligen Stil Ende der 70er Jahre vor allem durch ihre farbintensive neoexpressive Malerei. Seitdem nimmt sie in der Kunst eine herausragende Stellung ein und ist international präsent. Ihre Bilder spiegeln Sehnsucht nach Lebensintensität und eine vitale Freude am Dasein wider. Heftig, wild, frech, respektlos, unbekümmert und voller Lebenslust - so wird die Kunst von Elvira Bach beschrieben. Ihre Frauengestalten gehen frontal auf den Betrachter zu, ihre Wirkung ist unmittelbar. Von Elvira Bach werden zwei Arbeiten zum Über-Thema "Liegende Diva" ausgestellt.

Pleinair - Peter Angermann (*1945 in Rehau, Bayern):
"Peter Angermann ist ein Vollblutmaler, ein Künstler, der malt, weil er aus einer außergewöhnlichen Begabung heraus malen muss. Für Angermann gibt es Malerei nur als eine thematisch ausgerichtete, gegenständliche Kunst. Eine Malerei, die allein sich selbst analysiert, schließt er für sich aus. Aber Malerei ist nur Malerei, wenn sie kraftvoll, sinnlich und autonom auftritt, das heißt, wenn sie nicht nur Motive illustriert, sondern diese Motive in ihrer eigenen Sprache aus sich selbst heraus wiedererstehen lässt. Peter Angermanns Umgang mit Pinsel und Farbe, mit Form und Motiv ist in höchstem Maße reflektiert. Seine Bilder stehen mit beiden Beinen im täglichen Leben, in der Gefühls- und Erfahrungswelt des Alltagsmenschen. Seine Malerei ist seine Sprache, in der er vom Leben in dieser Zeit spricht." (Lucius Grisebach) In der Ausstellung ist Angermanns Pleinair-Gemälde "Scheune" vertreten.

Poesie in Farbe und Form - Udo Kaller (*1943 in Gleiwitz/Oberschlesien)
Udo Kallers "Werk nimmt einen festen Platz im Nürnberger Kunstschaffen ein. Seine Arbeiten sind unverwechselbar und eigenständig. Sie haben ihn weit über Nürnberg und die Region hinaus bekannt gemacht." (Dr. Franz Sonnenberger, Direktor der Museen der Stadt Nürnberg, Ausstellungskatalog) In schier unendlichen Prozessen untersucht er die unterschiedlichen Wirkungen von Form und Farbe, Linie und Fläche, Konstellation und Komposition. Beobachten, durchdenken, abstrahieren, ordnen, strukturieren, komponieren, konzentrieren - vergleichen, auswählen, verändern, neu denken, verdichten: so kann man sich Kallers ästhetischer Methodik Welt und ihre Veränderlichkeit zu erfassen mit Worten annähern. Er selbst sieht sich als "gegenständlichen, im weitesten Sinn abstrakten Konstruktivisten". In der Ausstellung ist das Gemälde "Kirschblüten"aus dem Zyklus von einhundert Bildern nach den Holzschnitten von Utagawa Hiroshige sowie ein Holzschnitt zu sehen.

Zeit und Raum - Herbert Maier (*1959 in Haslach / Schwarzwald)
"Die Farbe, Malerei bis an den Punkt treiben, an dem sie verkörpert, an dem sie Gegenstand wird, ohne direkt auf Bekanntes und Benennbares aus der gegenständlichen Welt zurückzugreifen. Was zählt ist Präsenz." Das ist die Maxime von Herbert Maier. Seine Bilder sind Komprimate aus Raum und Zeit. Das Herausarbeiten der Form zeigt sich bei ihm als Prozess der Verdichtung der bildnerischen Mittel hin zu einem Punkt, an dem diese ihren narrativ-zeit-lichen Charakter - als wahrnehmbare "Geschichte" von Anfang, Verlauf und Ende einer Formung - zugunsten einer simultanen Omnipräsenz von Farbe, Raum, "Klang", "Temperatur", "Gewichtung", von Verdichtung und Auflockerung der Spuren im Format verlieren. (Kai Uwe Schierz, Kunsthalle Erfurt) Es sind zahlreiche Lasuren und Schichten bis das endgültige Bild fertig gestellt ist. Herbert Maier wurde mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet, 2005 war er Artist in Residence der Edward F. Albee Foundation New York.

Pastose Farbintensität - Bernd Schwarzer (*1954 in Weimar)
"Im Wesentlichen malt Schwarzer politische Emotionen, Konflikte und Träume. Seine Schwerpunkte sind Deutschland, die Wiedervereinigung, Europa, der Brückenschlag von Europa zu den USA. So wie er sich in der Kunstgeschichte maßlos nur den größten Maßstäben verpflichtet fühlt: Rembrandt, Goya, Beuys und (man kann es nicht oft genug wiederholen) van Gogh, der für ihn ein für alle Mal bestimmt hat, was Malerei sein kann, soll und muss: Farbgewühl, aus dem Dynamik und Wirbel wachsen, in die sich leidenschaftliche Empathien des Malers ergießen und, neu verdichtet, als pastose Pinselspur Deutschland, Europa, Amerika hervorgehen. (Prof. Dr. Manfred Schneckenburger) Bernd Schwarzers Arbeiten zu Europa waren diesen Sommer im Auswärtigen Amt zu besichtigen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ausstellungsort:
Galerie & Edition Bode, Kaiserstr. 32, D - 90403 Nürnberg
Telefon: 0911- 510 9 200, E-Mail bode@bode-galerie.de

Ausstellungsdauer:
27. 09. - 31. 10. 2008

Öffnungszeiten:
Dienstag - Samstag 10:00 - 18:00 Uhr

Verkaufsoffener Sonntag:
28.09. 2008 von 13:00 - 18:00:Uhr

Schausonntage:
19. und 26. 10.2008 von 14:00 - 17:00 Uhr

SAMMELSTÜCKE - COLLECTOR WORKS Pressemitteilung als pdf-Datei 69,1 KB

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