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Einzelausstellung: Sebastian Stumpf - auf und ab (vorbei)

22 November 2008 bis 20 Dezember 2008
  Sebastian Stumpf - auf und ab
 
  annex14 - Raum für aktuelle Kunst

annex14
Junkerngasse 14
3000 Bern
Schweiz (Stadtplan)

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tel +41 (0)44 - 202 44 22
annex14.com


Sebastian Stumpf
auf und ab

22.11.-20.12.2008
Vernissage: Fr 21.11.2008

For English version please scroll down.

Mit „auf und ab“ präsentiert annex14 die erste Einzelausstellung von Sebastian Stumpf (*1980, DE) in der Schweiz. Mit seinen Video- und Fotoarbeiten erforscht der Künstler das Zusammenspiel von Körper und vorgefundener räumlicher Situation, von Inszenierung und Authentizität. Gleichzeitig wirft er damit einen medien- und urbanismuskritischen Blick auf unsere Gegenwart.

Bei den Video- und Fotoarbeiten handelt es sich um eine Art absurd-humorvolle „Einpersonen-Eingesten“ – Stücke, die durch die loopartige Präsentation oder als fixierter Moment ein genaues Beobachten der Handlung und des Ortes provozieren. Der übergrosse Mensch auf dem Zierbaum irritiert und zeigt die von den Stadtbehörden angestrebte Idylle als widersprüchliches Terrain. Auch die sorgfältig angelegte Baumscheibe unterläuft den unbeschwerten aesthetischen Genuss, verweist sie doch auf eine verwaltete und kontrollierte Natur.

Sebastian Stumpfs Interesse gilt aber ebenso der gebauten Stadt, den urbanen Betonlandschaften. Inspiriert von der „Le Parkour“-Bewegung, die sich solche Räume mit spielerisch-körperlichen Methoden individuell aneignet, hat er eigene Szenarien entwickelt. Diese zeichnet er mit Video oder Fotografie auf. So sieht man ihn, wie er sich im letzten Augenblick unter automatisch schliessenden Toren privater Tiefgaragen hindurchrollt oder wie er Anlauf nimmt, um in ein Haifischmaul zu springen. Dabei entstehen perfekt inszenierte, actionmässige und mit Spannung aufgeladene Bilder, die den Fokus von der individuellen Erfahrung rasch auf medienimmanente Themen verschieben

Die Frage nach der Rolle des Publikums als Voyeur und als Komplize stellt sich unweigerlich, wenn es beim Betrachten genau den Kamerastandort einnimmt. Ebenso brisant ist die Frage nach der Authentizität eines Ereignisses, wenn die gleiche Handlung an verschiedenen, funktional aber identischen Orten wiederholt wird. Bei anderen Arbeiten, etwa dem Sprung ins Kellerloch, die passgenau am Drehort projiziert werden, verschmelzen virtueller und realer Raum zu einem einzigen Bild. Dieses Bild treibt die Wahrnehmung an die Grenzen ihres Unterscheidungsvermögens und spielt so mit der alltäglichen medialen Verwischung von Realität und Fiktion, Inszenierung und Dokumentation.

Für weiter Informationen sowie Bildmaterial stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Susanne Friedli Tel. 079 248 98 94 oder Elisabeth Gerber 079 574 55 36

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