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Gruppenausstellung: Sieben grüne Sterne: die Schule von La Laguna (vorbei)

29 März 2012 bis 5 Mai 2012
  Sieben grüne Sterne: die Schule von La Laguna
 
  Kunstraum Dreieich

Kunstraum Dreieich
Daimlerstrasse 1 K
63303 Dreieich-Dreieichenhain
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 6103 8708251
www.kunstraum-dreieich.de


Sieben grüne Sterne erleuchten die Frankfurter Nacht

Sieben Künstler von den kanarischen Inseln, die alle in Berlin leben, verbindet zunächst einmal die Tatsache, dass sie in der gleichen Kunsthochschule in La Laguna auf Teneriffa studierten.

Unter dem Titel "Sieben grüne Sterne: die Schule von La Laguna" kuratiert Juan Carlos Betancourt eine Ausstellung im Kunstraum Dreieich bei Frankfurt. Die Ausstellung zeigt Werke von Alby Alamo, Francisco Castro, Ubay Murillo, José Otero, Noelia Villena, dem Künstlerpaar Martín y Sicilia sowie von Amparo Sard, geboren 1973 auf Mallorca.

Ausgangspunkt der Auswahl der Künstler ist, dass sie ähnliche konzeptuelle und bildnerische Grundsätze haben und diese in einer figurativ-erzählerischen Malerei umsetzten, die von einer Liebe für das Künstliche und Übertriebene geprägt ist. Die Arbeiten dieser Künstler entstehen aus einer kühlen Annäherung an den kreativen Prozess der Malerei heraus; Malen nicht als Glaubensakt, sondern als Ausdruck eines grundsätzlichen Mißtrauen gegenüber "tieferen" Wahrheiten.

Die sieben grünen Sterne beziehen sich auf ein Symbol der kanarischen Unabhängigkeitsbewegung, das sich diese Künstler - ohne sich zum Nationalismus zu bekennen- aneignen, mit einer ironischen Haltung, als Metapher der Sehnsucht nach Emanzipation von ihrer Herkunft aus der äußersten Peripherie, die auf ihren Schultern und ihren Karrieren lastet. Die kanarischen Inseln haben nichts an sich, was sie grundsätzlich von allen anderen Orten in der globalisierten Welt unterscheidet. Der Versuch, die Kanarischen Inseln als trikontinentales Paradies zwischen Europa, Afrika und Lateinamerika zu „verkaufen", ist nichts weiter als ein politischer Trick, um mehr Flugtickets und Hotelplätze abzusetzen.

Und deswegen sind auch die Diskurse dieser Künstler globalisiert. Aber fragil. Sie bearbeiten die Probleme, die sie beschäftigen, als würden sie sie in einem Spiegel betrachten, auf die gleiche Weise, wie Perseus Medusa umbrachte, indem er einen Spiegel benutzte, um sie anschauen und töten zu können, ohne sich in Stein verwandeln zu müssen.

Ausgehend von dieser gemeinsamen Grundhaltung und einem gewissen Bezug zum spanischen Barock befassen sich die Künstler mit unterschiedlichen Themen und bearbeiten diese mit verschiedenen Techniken und Materialien, die von der zweidimensionalen Malerei über die Zeichnung bis zur Installation reichen.

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