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Einzelausstellung: Simon Wachsmuth - Aporia/Europa (vorbei)

24 Juli 2010 bis 12 September 2010
  Simon Wachsmuth - Aporia/Europa
Simon Wachsmuth, Fehlstellen I (Schlacht zwischen Konstantin und Maxentius, nach Piero della Francesca´s "Die Kreuzlegende", 1452-1466, San Francesco, Arezzo), 2008
Courtesy: Simon Wachsmuth und Galerie Hölzl
 
  Galerie im Taxispalais

Galerie im Taxispalais
Maria Theresien Straße 45
6020 Innsbruck
Österreich (Stadtplan)

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tel +43-(0)512-508 3171
www.galerieimtaxispalais.at


Simon Wachsmuth beschäftigt sich in seiner künstlerischen Arbeit mit der Konstruktion und Rekonstruktion von Geschichte. In der Galerie im Taxispalais wird er den Werkzyklus Fehlstellen zeigen (2008 - 2010) und einen Auszug aus der für die 11. Istanbul-Biennale 2009 entwickelten Videoarbeit Parabase präsentieren.

Wie bereits in früheren Arbeiten greift der Künstler auch hier auf ein Werk der Kunstgeschichte zurück. Der Freskenzyklus Die Legende vom wahren Kreuz in Arezzo (1447-1466) ist ein Hauptwerk Piero della Francescas und der Renaissance. Anhand des Triumphs von Kaiser Konstantin über seinen Rivalen wird die Legende des Heiligen Kreuzes erzählt. Konstantin, der Begründer Konstantinopels (1453 von den Osmanen erobert), wurde nach seinem Sieg der alleinige Herrscher des Römischen Reiches und trug maßgeblich zum Aufstieg des Christentums bei. Anhand seiner Figur werden die Konflikte zwischen West und Ost und ihre verschiedenen historischen Interpretationen und Lesarten deutlich. Die Geschichte, wie sie die Fresken erzählen, kann aber auch als eine Darstellung internationaler Politik der damaligen Zeit gesehen werden.

In Fehlstellen beschäftigt sich Simon Wachsmuth mit den durch Zeit und Umstände zerstörten und unrestaurierten Stellen in den Fresken Piero della Francescas. Wachsmuth versucht nicht, diese blinden Flecken in einem kunsthistorischen oder archäologischen Sinne zu rekonstruieren, um möglichst das gesamte Bild wieder sichtbar zu machen. Er interessiert sich viel mehr für die Wirkung und Bedeutung der Lücken, und den Vorgang ihrer Ergänzung und Rekonstruktion durch die BetrachterInnen.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Kerber Verlag mit zahlreichem Bildmaterial und Texten von Walter Seitter, Simon Wachsmuth und Daniela Hölzl.

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