Zum 25. Geburtstag des Sprengel Museums Hannover präsentieren wir die die Ausstellung "Sprengels Picasso". Unsere Sammlung umfasst heute vierzehn seiner Ölgemälde, fünfzehn Gouachen, Aquarelle und Zeichnungen, zwei plastische Werke und - zählt man alle illustrierten Bücher und Map-pen des Künstlers dazu - rund 500 druckgrafische Blätter. Das Haus besitzt eine der umfangreichsten Museumssammlungen Deutschlands mit Werken, die Picassos Schaffen, zwischen 1904 und 1968, zwischen der "Blauen Periode" und seinem Spätstil umspannt.
Nahezu der gesamte Bestand ist 1969 als Schenkung von Dr. Bernhard Sprengel in das Haus gelangt. Weitere Werke, darunter das bedeutende kubistische Porträt von Fernande Olivier "Femme au bouquet", Frau mit Blumenstrauß,1909 sind Leihgaben der Stiftung Sammlung Bernhard Sprengel und der Freunde des Sprengel Museums Hannover.
Die Picasso-Gemälde der Sammlung dokumentieren die kubistischen Jahre 1908 und 1909, die noch durch die wichtige Collage von 1912 "Töte de femme", Frauenkopf, ergänzt werden. Weitere Gemälde vertreten beispielhaft die Werkphase der um 1920 entstandenen abstrakten Stillleben und schließlich das spätere Werk, so dass ein umfassender Einblick in Picassos Malerei gegeben ist. Besonders eindrucksvoll repräsentiert der Bestand der Druckgrafik Picassos Arbeit in allen künstlerischen Techniken. Das Museum zeigt die wichtigsten Blätter aller wichtigen Folgen und Mappenwerke, darunter der "Suite Vollard" (1930-1937), der Illustrationen zu "La Tauromaquia" (1959), die Folge der "347 Gravures" von 1968 sowie herausragende Einzelblätter wie "Le repas frugal", Das kärgliche Mal, 1904 und "La Minotauromachie" aus dem Jahr 1935. |