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Einzelausstellung: Thomas Hanisch - Time out (vorbei)

14 Juli 2004 bis 13 August 2004
  Thomas Hanisch - Time out
Thomas Hanisch "Status", 210 x 318 cm, Siebdruck, Öl, Acryl & Lack auf Leinwand, 2003
 
  Galerie Ricarda Fox

Galerie Ricarda Fox
Liverpoolstraße 15
45470 Mülheim an der Ruhr
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)208 - 378 77 34
www.galerie-fox.de


3. Ausstellung im Rahmen des Förderblocks "junge Kunst"

Im Rahmen unseres "Förderblocks" stellen wir mit Thomas Hanisch (geb. 1975 in Radebeul) einen weiteren Hoffnungsvollen Nachwuchskünstler der Klasse von Frau Prof. Ute Pleuger an der Burg Giebichenstein in Halle/Saale vor.

Im Auf & Ab von In & Out...

Von Königskindern zu Promisternchen, von gekürten Superstars zu Sportereignissen:

Nachrichten, Geschichten und Bilder über das "Auf und Ab" und "In und Out" in der Welt der Reichen, Schönen und Erfolgreichen, sind die Inhalte der Arbeiten von Thomas Hanisch.

Mit den Stilmitteln der Pop-Art führt uns Hanisch die vermeintliche Realität als ein von den Medien inszeniertes Spiel vor Augen, dessen Regeln die Überhöhung. Erniedrigung und Austauschbarkeit der Spieler bestimmen.

Hanisch kopiert, collagiert und pointiert. Leuchtfarben färben Szenen ein und Sprechblasen legen Worte in den Mund mal so und mal so, wie es das Spiel erlaubt.

Durch die gekonnte künstlerische Bearbeitung erhebt Hanisch seine Auswahl aus einer Flut tagtäglicher Bilder in den Bereich der Kunstästhetik.

Das verändert Wahrnehmung und regt zu einer anderen Art des "Bilderlesens" an.

"Es sind die offenbar wichtigen Meldungen und bemerkenswerten Begebenheiten, die dazu auserwählt sind uns zu erheitern und zu unterhalten, die für Gesprächsstoff sorgen, Meinungen prägen und das Bild der Welt formen und manchmal dem Anschein nach auch lenken.

Wort- und Bildfetzen prasseln unaufhörlich auf uns ein. Schnell, ganz aktuell und wichtig wirken die oft wahllos zusammen gewürfelten Episoden und schlagenden Argumente der Regenbogenpresse, die Tag für Tag eine zu stillende gesellschaftliche Neugierde befriedigt.

Es ist die Künstlichkeit des zur Schau gestellten Entertainment, die in dieser Arbeit zu einer Reflexion im weiterblättern – zu einer anderen Art des Lesens eines Bildes anregt.

Täglich aufs neue findet man kluge Ratschläge, Wissen- aber vor allem auch Verachtenswertes, ganz der allgemeinen Moral entsprechend. So dargestellt verläuft die Welt in einem ausgewogenen Auf und Ab. Von Königskindern zu Promisternchen, von gekürten Superstars zu Sportereignissen – man fühlt sich bestens informiert. Ein fiktiver Rahmen wird gestaltet, der uns an unterschiedlichsten Schicksalen aus einem bequemen Abstand heraus teilhaben lässt. So kann das leben Anderer voyeuristisch verfolgt werden - ganz schnell und ganz einfach. Die Welt erscheint in einer Schwarz-Weiß-Schablone.

Von Allem, was in der Welt täglich passiert, von den nicht zählbaren Ereignissen können wir nur einen sehr geringen Teil wahrnehmen. Unsere individuelle Wahrnehmung ist selektiv und unsere Aufmerksamkeit unterliegt situativen Abläufen. Nicht alles, was unsere Aufmerksamkeit erregt, was wir fühlen und denken, wird in die Form einer kommunikativen Sprache gefasst. Der gesellschaftliche Austausch von Erlebtem und Beobachtetem bleibt hinter der Wahrnehmung zurück. Das, was es schafft zu den berichtenswerten Vorkommnissen zu zählen, ist immer nur ein Quäntchen des wirklich Geschehenen. Und Alles was in Worte gefasst wird, ist ein aktiver Bestandteil eines gesellschaftlichen, kommunikativen Prozesses.

Bekanntlich ist nichts so alt und unnütz wie die Zeitung von Gestern – was bleibt sind Bilder"


(Thomas Hanisch)

Die Ausstellung zeigt neben drei großen Arbeiten auch eine Serie kleiner Arbeiten in einer Mischtechnik auf Leinwand.

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