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Einzelausstellung: Thomas Sommer - Die Freuden der Konformität - Malerei / Pleasures of Conformity - painting (vorbei)

18 Januar 2013 bis 2 März 2013
  Thomas Sommer - Die Freuden der Konformität - Malerei / Pleasures of Conformity - painting
Thomas Sommer, „Absicht 13/13“, 52 x 44 cm, Öl auf Offsetdruckplatte, 2012. courtesy maerzgalerie
 
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Es ist eine Schau aus gemalten Wolken.
Großformatig oder klein gezoomt, auf Leinwand oder auf alten Druckplatten; nicht mehr und nichts weniger als Himmel.
Aber Sommer geht es nicht um dokumentierte Himmelsschauspiele oder Romantik oder Naturstudien. Der Maler übergeht das und erfindet die Wolken neu.

Es sind abstrakte Kompositionen. Sommer entwickelt die Motive auf der Leinwand, fast illustrativ, fast wie ein vereinfachtes, naives Bühnenbild und entwickelt das Bild weiter; setzt neue Lichtpunkte, einfach, unpretentiös und nur so aufregend, wie Wolkengebilde sein können.

Die jüngsten wissenschaftlich ambitionierten Versuche von Enträtselungen um den atmosphärischen Wasserdampf machen deutlich, dass das visuelle Gemeingut Himmel vor allem eine phantastische Komponente hat. Und die malt Sommer so einfach wie faszinierend.
Und Sommer erspart seinem Himmel alles, was ihn gemeinhin an Kontexten verfolgt; Welt-All, Himmelsdom, Physik und Meteorologie, Universum und Elysium, ist Stratosphäre und Jenseits
... bei Sommer ist er all das nicht. Er ist eine Richtung. Der Blick in den Sommer-Himmel geht ins Unkontrollierbare. Dort ist buchstäblich nichts mehr absehbar. Der Blick ist frei, ist unbelastet von Erwartung und frei von Begrenzung wie zu keinem anderen Moment. Der Gegenstand ist das Motiv, ist einfach, griffig und zugleich weit gefasst - was wäre von größerer Dimension.
Spielerisch meistert Sommer so den Spagat zwischen hohem Anspruch und Zugänglichkeit.

Die Wolken auf den Malereien sind kein Sujet. Sommer erfindet sie, baut leichthändig prächtige Wolkenformationen aus Sonnenlicht und Schatten. Der künstlich geschaffene Blick in den Himmel wird nebenbei zum sinnlichen Aufatmen, zum Gegensatz der Fülle des geschauten Chaos allen hiesigen Simultangeschehens. Dem authentischen Lärm der Jetztzeit, der ausgereizt folgerichtig die Sehnsucht nach einer Ordnung erzwingt, begegnet Sommer mit einem naheliegenden und doch unterschätzten Gleichklang.

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