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Einzelausstellung: Thomas Weinberger - Von Licht und Zeit (vorbei)

28 Oktober 2011 bis 31 Dezember 2011
  Thomas Weinberger - Von Licht und Zeit
Thomas Weinberger
 
  Galerie Martin Mertens

Galerie Martin Mertens
Linienstraße 148
10115 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)30 - 440 433 50
www.martinmertens.com


Nicht nur in der Fotografie - aber besonders hier - ist es ausgesprochen schwer, Künstler zu finden, die sich sehr grundlegend und neuartig mit den Bedingungen und Möglichkeiten ihres Mediums beschäftigen. Thomas Weinberger gelingt in seinen fotografischen Arbeiten aber genau das. Seine großformatigen Fotographien verbindet eine sehr eigentümliche Lichtsituation und Farbgebung. Diese speziellen Eigenschaften sind jedoch nicht das Ergebnis von fotografischen Filtern oder gar der Nachbearbeitung am Computer, sondern sie entstehen durch das pixelgenaue Übereinanderblenden von zwei Aufnahmen des selben Ortes am Tag und in der Nacht.

Für den Betrachter ergibt sich daraus eine gewisse Desorientierung. Ist es Tag oder Nacht? Die Bilder bekommen eine surreale Wirkung. Sie erscheinen im ersten Moment wie Fotos von Modelllandschaften- ähnlich den Arbeiten von Thomas Demand, in denen das vermeintlich dokumentarische Foto eine reale Szenerie abzubilden scheint, obwohl es tatsächlich ein Papiermodell zeigt. Bei Weinberger sind die Orte zwar real, doch erhalten sie durch seine spezielle Behandlung etwas Malerisches. Er selbst sagt dazu: "Wo Fotografie ihrem Wesen nach nach "Wahrheit" und "Realität" zu streben scheint, wollte ich eine Ver-dichtung von Zeit und Licht. Also Dichtung statt Wahrheit. So führe ich den Anspruch der Abbildung von "Realität" ad absurdum, der zumindest teilweise und in Abgrenzung zur Malerei, von der Fotografie ge-fordert, oder besser gesagt ihr unterstellt wird."

Einer der Kernaspekte der Fotografie - nämlich das Festhalten eines Augenblicks - wird in Weinbergers Arbeiten vollkommen negiert. Durch das Verbinden von zwei getrennten Betrachtungszeiträumen und somit zwei unterschiedlichen Informationskomplexen über das Motiv, nähern sich seine Bilder vielleicht eher dem Wesen der Dinge und hier liegt vermutlich die größte Annäherung an die Malerei. Eine gute Malerei ist in der Lage hinter die Oberfläche der Dinge oder Menschen zu blicken und mehr auszusagen als es das bloße Abbilden der Oberfläche vermag.
Bei der Motivwahl konzentriert sich Weinberger auf architektonische Situationen, Stadtansichten, Baustel-len, Gerüste, allgemein den Lebensraum, den sich der Mensch in Abgrenzung zur ungezügelten Natur selbst schafft. Marc Gisbourne verweist in seinem Katalogtext zu Recht darauf, dass Weinberger in sei-nen Werken eine überzeugende Synthese aus subjektiver Wahrnehmung bzw. Bewusstsein des Betrach-ters und den äußeren Eigenschaften des Gegenstandes gelingt.

Weihnachtsferien 21. - 26.12.

News
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• Arbeiten von Katja Pfeiffer sind noch bis zum 13. November in der Solo Show "Cross Section" in der Art Gallery der Nord/LB Hannover zu sehen.
• Vom 20.-23.10 (Eröffnung 19.10.) zeigen wir auf der Munich Contempo in München (www.munich-contempo.com) neue Werke von EVA&ADELE, Pius Fox, Jim Harris, Stefan Hoenerloh, Kai Mailänder und Miriam Vlaming

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