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Gruppenausstellung: Tomislav Gotovac & Sandro Ðukić - speak quietly (vorbei)

18 Januar 2013 bis 9 März 2013
  Tomislav Gotovac & Sandro Ðukić - speak quietly
Tomislav Gotovac, speak quietly, but always hold a stick by your leg, 1988
 
  galerie | michaela | stock

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Schleifmühlgasse 18
1040 Wien
Österreich (Stadtplan)

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tel +43 (0) 1 920 77 78
www.galerie-stock.net


Die Ausstellung speak quietly in der Galerie Michaela Stock und im NEXT DOOR galerie michaela stock dreht sich um die Person des kroatischen Regisseurs, Konzept- und Performancekünstlers Tomislav Gotovac (1937-2010) sowie um den New Media-Künstler Sandro Ðukic' (1964 in Zagreb/HR). Ergänzt wird die Präsentation Tomislav Gotovacs durch Screenings seiner wichtigsten Filme im SlideShowRoom der Kunsthalle Wien am Karlsplatz.

Filmprogramm
Kunsthalle Wien Karlsplatz,SlideShowRoom

Start: 17. 1. 2013, 17 Uhr
Laufzeit: 18. 1. bis 4. 3. 2013, Di-Fr 13-24 Uhr, So/Mo 13-19 Uhr
www.kunsthallewien.at

The Forenoon of a Faun (1963) Trilogie: Straight Line (Stevens - Duke), Blue Rider (Godard - Art), Circle (Jutkevic( - Count) Glenn Miller I. (1977), Glenn Miller 2000 (2000), Dead Man Walking (2003) I confess I am Billie Holliday - Watch on Rhine (Interview mit Tomislav Gotovac, 2000)

Speak quietly

In der Galerie Michaela Stock erlaubt eine Auswahl analoger Schwarzweißfotografien von Tomislav Gotovac einen repräsentativen Einblick in dessen fotografisches Œuvre. Unter anderem werden in der Ausstellung Werke aus den 1960er Jahren zu sehen sein, die bis dato noch nie oder erst einmal ausgestellt wurden. Das wohl bekannteste Werk Heads aus dem Jahr 1970 und eine Vintage-Fotografie Speak quietly but always hold a stick by your legs (1988/97) stellen die Kernstücke der Ausstellung dar.

Gotovac begann in den späten 1950er Jahren mit ersten fotografischen Arbeiten, um ab Anfang der 1960er Jahre auch Collagen, Performances und Filme zu produzieren. Ausgangspunkt seiner künstlerischen Arbeiten war immer das Aufdecken alltäglicher Lebensumstände, politischer Manipulationen sowie die Neuinterpretation historischer bzw. politischer Fakten.
Das Zusammenspiel von Leben und Kunst spielt im Werk von Tomislav Gotovac eine bedeutende Rolle. Er arbeitete immer mit seinem Körper und stellte sich selbst in den Mittelpunkt. Seine Aktionen waren meist alltägliche Handlungen, wie z.B. bei Breathing the Air (1962). Diese Performance-Aktionen wurden von ihm in den öffentlichen Raum gestellt, wodurch der gewohnte Alltag in ein neues Blickfeld gerückt und der Zugang zu anderen Perspektiven gewährt wurde. Zitate von anderen Künstlern und Hommagen an diese wie z.B. an Glenn Miller, Duke Ellington, Billie Holiday, Jacques Prévert oder Jean-Luc Godard bilden einen wichtigen Bestandteil seiner Kunst.

Im NEXT DOOR galerie michaela stock wird dem fotografischen Werk Gotovacs die Werkgruppe Body Scan von Sandro Ðukic' gegenübergestellt. Die Arbeiten von Ðukic', der bei bei ?uro Seder (Mitglied der Gorgona Gruppe) und später bei den Videokunstpionieren Nam June Paik und Nan Hoover studiert hat, beschäftigen sich mit der Wechselbeziehung von Medien wie Fotografie, Video und Installation, aber auch mit der Speicherung, Dokumentation und Datenarchivierung von Realität, die dem Prozess des Fotografierens und Enthüllens durch Medien ausgesetzt ist.
Mit Body Scan (2005) entstanden 510 sehr intime Fotografien seines Freundes Gotovac. Ðukic' zeigt in diesem gemeinsamen Projekt eine Art „Archiv" von Gotovacs Körper, mit dem dieser sein Leben lang gearbeitet und der immer im Mittelpunkt seiner Arbeit gestanden hat. Alle digital archivierten Fotografien wurden von Ðukic' in einen Film umgewandelt, den er als Videoobjekt zeigen wird. In der Ausstellung werden außerdem ausgewählte Fotografien aus dieser Serie sowie das Künstlerbuch Body Scan präsentiert.

Kunsthalle Wien Karlsplatz
Kunsthalle Wien wird im SlideShowRoom der Kunsthalle Wien Karlsplatz zeitgleich eine Reihe der wichtigsten avantgardistischen bzw. strukturalistischen Filme von Tomislav Gotovac gezeigt. Seine Filme, die bereits in den frühen Sechzigerjahren sozialkritische Themen behandelten, erhalten durch die Verwendung von Umgangssprache eine bisher unbekannte Radikalität. 1967 veranstaltete er das erste Happening in Jugoslawien und verarbeitete Fotoserien in Filmstrecken, die Dokumente seiner Performances sind.

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