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Einzelausstellung: Un signe à l’horizon (vorbei)

1 März 2013 bis 13 April 2013
 
 
  annex14 - Raum für aktuelle Kunst

annex14
Junkerngasse 14
3000 Bern
Schweiz (Stadtplan)

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Colin Guillemet – Jon Merz
„Un signe à l’horizon“

Vernissage: Do. 28.2.2013, 18 Uhr
Ausstellung: 1.3.-13.4.2013

Mit Colin Guillemet (*1979, F) und Jon Merz (*1981, CH) zeigt annex14 zwei Künstler, deren Sicht auf die Welt und ihr Umgang damit unterschiedlich motiviert ist. Gemeinsam sind aber die Vielfalt der Medien, die sie verwenden und vor allem die verunsichernde Offenheit im Visualisieren ihrer Wahrnehmungs-, Denk- und Erkenntnisprozesse.

Das, was wir schliesslich als eines ihrer Werke bezeichnen können, eine realisierte Idee, ist das Ergebnis einer mehrfachen Transformation im konkreten wie im übertragenen Sinn. Sei es, dass wie bei Colin Guillemet, durch das Verschieben oft kaum bewusster Orientierungs- und Repräsentationskoordinaten das individuelle oder kollektive Wahrnehmungssystem unterminiert wird. Die „Marines/Self-spoken studies“ von 2009/2012 etwa, eine Serie von Aquarellen mit geometrischen Formen, Kreuzen, Streifen und ähnlichem, stehen offensichtlich in der Tradition der nichtrelationalen Malerei: Farbe und Form sind Material und Inhalt zugleich. Die historischen Bezüge sind offensichtlich. Die Kompositionen allerdings sind Kopien der Signal-Flaggen, die von der internationalen Schifffahrt zur Verständigung auf See verwendet werden. Am fernen Horizont der Kunst-Wahrnehmung scheinen ästhetischer Genuss und existenzielle Bedeutung sich aufzuheben. Der wache Blick von der Kommandobrücke aus, sähe es wohl etwas anders.

Für Jon Merz ist die Geschichte eine wichtige Inspirationsquelle. Sie ermöglicht es ihm, auf Abenteuer- und Entdeckungsreisen zu gehen, nach künstlerischen Ideen zu forschen, die quer durch die Zeiten hindurch weiterhin, oder wieder neu Aktualität behaupten können. Er beobachtet sich beim Nachdenken darüber, er verwirft, verändert und transformiert erste formale Ansätze, entwickelt neue Deutungen, sucht nach einer materiellen Verdichtung, die letztlich äusserst fragil bleiben muss. Selbst wenn es sich um raumgreifende Installationen oder Interventionen in den Raum handelt, wie bei „Untitled“, 2010. Die Arbeit besteht aus zwei minimalistischen, kleinen griffähnlichen Objekten aus Eisen und Messing. Für die Betrachtenden funktionieren sie wie offene „Wahrnehmungs- und Denkwerkzeuge“, die unterschiedliche Assoziationen und Erinnerungen freisetzen, kulturgeschichtliche wie alltägliche. Der Rezipient führt das Werk in einem offenen Dialog weiter.

Für weitere Informationen und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an Suzanne B. Friedli (+41 76 426 98 94) oder Elisabeth Gerber (+41 79 574 55 36)

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