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Gruppenausstellung: Unter sich (vorbei)

19 November 2011 bis 15 Januar 2012
  Unter sich
Michel Sauer, Installationview, 2011/2012
 
  annex14 - Raum für aktuelle Kunst

annex14
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3000 Bern
Schweiz (Stadtplan)

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Vaclav Pozarek und Michel Sauer

„Unter sich“

19.11.2011-15.1.2012

Vernissage: Fr 18.11.2011, 18 Uhr

Die Ausstellung mit dem Title „Unter sich“ ist als Zwiegespräch zweier Künstler zu verstehen, die gewisse Gemeinsamkeiten haben. Beide, Vaclav Pozarek (*1940, CZ/CH) und Michel Sauer (*1949, DE), reflektieren in ihrer Arbeit das vielschichtige Erbe der Moderne und die minimalistischen und seriellen Strömungen der 70er Jahre. Beide zeichnen sich durch ihren ideologiefreien und oft spielerischen Blick auf die Kunstgeschichte aus, durch eine offene Suche nach der eigenen Position, welche sie mit ironischer Distanz immer wieder zu relativieren wissen.

Vaclav Pozarek wird in der Ausstellung zwei neue Arbeiten zeigen, die sich auf mehreren Ebenen in Zwischenräume einnisten: zwischen konstruktivistischer Skulptur und Architektur, systematischer Planung und listiger Subversion, zwischen sorgfältiger Analyse und freiem Fantasieren über Vorgänger und Stile. Die oft augenzwinkernd eingebauten spielerischen Elemente verleihen den kistenähnlichen Boden- oder Wandobjekten trotz ihrer materiellen Schwere eine überraschende Leichtigkeit. Diese, wie auch die spröde Eleganz und sinnliche Ausstrahlung der Arbeiten, beflügeln das Denken in unterschiedliche Richtungen und lassen die Werke zum sinnlichen wie intellektuellen Erlebnis werden.

Eine ähnliche Intensität und Komplexität ist auch den Objekten, Skulpturen und Konstruktionen von Michel Sauer eigen. Im ersten Augenblick erinnern sie etwa an Pflanzen, Tiere, Vasen, Kamine oder gerüstähnliche Strukturen. Doch deren Sinn und Zweck ist ihnen subtil entzogen. Das öffnet Räume für das Unvorhergesehene und gibt den Dingen ihr Geheimnis zurück. Das Krokodil auf nadelfeinen Stelzen, der Schafskopf oder die Serie der zu Figurinen transformierten Vasen sind in ihrer Dreidimensionalität zwar greifbar, dennoch aber in eine fast magisch aufgeladene Sphäre entrückt. Darin liegt ihre subversive Aktualität. Und auch in den handwerklichen Techniken, die den Dingen eine verführerische Präsenz verleihen. Die Perfektion hingegen, mit der diese angewendet wird und die Tatsache, dass Michel Sauer bevorzugt in Serien arbeitet, steht jeder Nostalgie entgegen.

Für weitere Informationen und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an
Suzanne B. Friedli (076 426 98 94) oder Elisabeth Gerber (079 574 55 36).

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