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Einzelausstellung: Uwe Groß - Die Wand des Lächelns - Painting | Malerei (vorbei)

11 Dezember 2009 bis 13 Januar 2010
  Uwe Groß - Die Wand des Lächelns - Painting | Malerei
Uwe Groß
 
  Planet Vivid Gallery

Planet Vivid Gallery
Weckmarkt 1
60311 Frankfurt/Main
Deutschland (Stadtplan)

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Die Malerei von Uwe Groß fesselt durch ihre positiv leuchtenden Farben und spannenden Bildkompositionen. Malerisch stilistische Gegensätze werden vereint. Sie sind flächig plakativ, abstrakt, illusionistisch - realistisch oder surreal.
In seinen künstlerischen Anfängen experimentierte Groß mit düsteren grau-weißen Stadtlandschaftsbildern. Jörg Immendorff war richtungsweisend für die künstlerische Entwicklung von Uwe Groß und er riet ihm neue Wege zu gehen. So begann Groß als Schüler von Immendorff mit der Suche nach dem eigenen zentralen Thema für seine Malerei.

Zufällig fiel dem Künstler nach einem alltäglichen Supermarkteinkauf eine Mineralwasserflasche auf die Straße. Ein kleiner Haufen nasser, in der Sonne glitzernder, klarer Glasscherben blieb übrig von der Flasche. "Mir fiel auf, wie schön das aussah und ich überlegte, wie man aus solchen Scherben etwas Neues zusammensetzen könnte, statt sie einfach zu Müll zu erklären", erzählt Uwe Groß über seine Suche nach seinem zentralen künstlerischen Thema. Scherben versinnbildlichen für den Künstler nicht etwas Zerstörtes, denn das ursprüngliche heile und ganze Gefäß lässt sich nun nicht mehr erkennen. Vielmehr ist eine Scherbe ein Objekt, aus dem etwas Neues entstehen kann.

Gefäße und Töpfe sind immer wieder ein fester Bestandteil seiner Bildwelten, in denen Scherben "eingepflanzt" werden und es entstehen so "Gedankensprießtöpfe".

"Die Gedanken des Betrachters können beim Betrachten sprießen, jedenfalls taten sie es bei mir. Ich hatte mein Thema gefunden. Das Schicksal des Einzelnen in den ständig, zunehmend dramatisch sich wandelnden Bewegungen und Brüchen des Lebens", beschreibt Uwe Groß als sein gefundenes zentrales künstlerisches Thema.

Uwe Groß gibt nicht ein exaktes Bild der Wirklichkeit wieder sondern ist ein Erzähler mit einer Verbindung zur Historie und Mythologie. Häufig nimmt Groß bezug auf Themen der deutschen Literatur und verbindet sie mit Aspekten und Personen aus seinem eigenen Leben als Künstler.

Groß stellt in seiner Malerei immer wieder eine Verbindung zum alltäglichen Leben her und hat unter anderem eine Bilderserie mit Portraits von seinen Arbeitskollegen geschaffen, die zentrales Thema dieser Ausstellung sind.
Neben den Figuren und Keramiktöpfen tauchen in der Malerei von Uwe Groß immer wieder grüne genoppte Fingerhüte auf, die er während eines Jobs bei der Post kennenlernte. Hier begeistert ihn der Symbolcharakter in doppelter Hinsicht. Der Fingerhut hat zum einen eine Schutzfunktion und kann in weiterer Betrachtung als Kleidungsstück gesehen werden (Hut, Latexanzug, etc.). Zum anderen ermöglicht einem dieser Gegenstand leichter etwas zu greifen und eröffnet einem im weitesten Sinne mit anderen Dingen besser in Kontakt zu treten.

So hat Uwe Groß eine unverkennbare, individuelle Bildsprache entwickelt und erschaffen. Durch die stückartig zusammengefügten Hintergründe und Farbkontraste erhält seine Malerei eine enorme Präsenz, der man sich als Betrachter nur schwer entziehen kann.

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