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Gruppenausstellung: Vlatka Horvat - Sebastian Stumpf - Steve van den Bosch (vorbei)

26 Februar 2010 bis 25 März 2010
  Vlatka Horvat - Sebastian Stumpf - Steve van den Bosch
Ausschnitt: Sebastian Stumpf, Sukima, 2010
Farbfotografie
je 48 x 36 cm, 16teilig
 
  annex14 - Raum für aktuelle Kunst

annex14
Junkerngasse 14
3000 Bern
Schweiz (Stadtplan)

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tel +41 (0)44 - 202 44 22
annex14.com


annex14 freut sich, mit Vlatka Horvat (*1974, CRO), Sebastian Stumpf (*1980, DE) und Steve van den Bosch (*1975, BE) drei künstlerische Positionen zu zeigen, die sich auf unterschiedlichste Weise mit Raum beschäftigen.

“take space for example...”: Raum als solches ist ein abstrakter philosophischer Begriff. Im Alltag hingegen splittert er sich in unzählige, erlebbare Räume auf, die durch soziale und politische, kulturelle und ökonomische Spielregeln definiert werden. Diese können sich überlagern, sich konkurrenzieren oder gegenseitig ausschliessen.

Hier setzt Vlatka Horvat mit ihren Videos, Collagen und Fotografien an, die sich mit der Frage nach der gesellschaftlichen Verortung des - weiblichen - Körpers beschäftigen. Noch geprägt durch eine Jugend im kommunistischen Jugoslawien macht die Künstlerin mit hintergründigem Humor die Ohnmacht und die Unsicherheiten sichtbar, welche in Zeiten historischer Umbrüche entstehen. Äusserst ambivalent wirkt denn auch ihr Video „Left to Right & Back“ 2003, das konkret und metaphorisch mit rechts und links spielt. Die slapstickartige Szene - ein Schrank, indem sich die Künstlerin verbirgt, wird endlos in einem geschlossenen Raum hin und her geschoben – schwankt zwischen auswegslosem Aktivismus und komische wirkender Hartnäckigkeit hin und her.

Mit seinen Video- und Fotoarbeiten erforscht Sebastian Stumpf das Zusammenspiel von Körper und vorgefundenen Innen- wie Aussenräumen, also auch von urbanen Situationen, wie wir sie von Grosstädten kennen. Die Fotoserie „Sukima (Auf Türen und Mauern in Lücken stehen)“, 2009, zeigt den Künstler, wie er sich in Gebäudelücken einpasst. Sie zeigen ihn in seinem selbst gewählten Freiraum, der das wohl unfreiwillige Resultat einer von der Ökonomie dominierten Stadtplanung in Japan ist. Die Fotoserie wirkt dabei wie ein Mikroskop, das den Blick durch die sichtbare Oberfläche hindurch auf darunter liegende Strukturen freigibt, die der geschäftige Alltag meist vergessen lässt.

Steve van den Bosch greift mit seinen Arbeiten oft direkt in den vorhanden Raum, in seinem Falle den Kunstraum ein. Als Konzeptkünstler beschäftigt er sich mit der Kunst als solche und ihren gesellschaftlichen Voraussetzungen. Bei seinen Interventionen und Projektionen, etwa bei der Diaprojektion “50%“, 2006, sowie den Zeichnungen und Objekten sind die konkret erfahrbaren Räume auch ein Mittel zum Zweck. Sie sind das Sprungbrett in Denkräume hinein, die sie gleichzeitig herausfordern, indem sie ihre Wahrnehmungs- und Wertesysteme unterlaufen.

Für weitere Informationen sowie Bildmaterial stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Susanne Friedli Tel. 079 248 98 94 oder Elisabeth Gerber 079 574 55 36

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