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Einzelausstellung: Wasa Marjanov - Theatron (vorbei)

14 April 2010 bis 31 Mai 2010
  Wasa Marjanov - Theatron
 
  Galerie Carol Johnssen

Galerie Carol Johnssen
Königinstr. 27
80539 München
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)89 28 09 923
www.artcarol.de


Wasa Marjanov - Theatron

"Theater macht - macht Theater"
Ein Bildhauer Projekt

Vernissage: 13. April 2010, 19-21 Uhr

Künstler Gespräch 20 Uhr

Der Bildhauer Wasa Marjanov (*1947) entwickelt eine ganz eigene Vorstellung einer Wanderbühne in seinem mehrjährigen Theatron-Projekt, einer visionären Werkreihe, die eine variable, vielseitig bespielbare Bühne auf Reisen schickt. Seit etwa zwanzig Jahren entstehen zahlreiche Pläne unterschiedlichster Theaterbauten, wobei Wasa Marjanov mit der allgemein üblichen Entwurfspraxis der Architekten arbeitet, d.h. es entstehen Konstruktionszeichnungen und meist hölzerne, dreidimensionale Modelle. Obwohl sich seine Projekte kaum von realen unterscheiden, sind sie vom Künstler eher als Träume, Beispiele des Möglichen, Utopien oder "visuell fassbare Phantasmagorien", wie er sagt, gedacht.

Die Theatron-Wanderbühne ist ein bisheriger Höhepunkt in Form eines Kubus von drei Metern Kantenlänge, dessen Seitenwände unabhängig voneinander aufzuklappen sind. Geöffnet zeigen sie die plastisch gestalteten Innenseiten: Aus dem bekannten Kubus wird eine offene begehbare Skulptur. Während in der aktuellen Ausstellung der Galerie Carol Johnssen mehrere kleinere Arbeiten zu diesem Thema gezeigt werden, macht im September diesen Jahres die große Theaterbox des Künstlers auch in der Münchner "Neue Pinakothek" Station.

Betrachtet man sich etwa die Arbeit "Wolkenkukucksheim - Die Bühne des Künstlers", so erhebt sich über fragil dekonstruktivistisch wirkendem, weißem Sockel der blau marmorierte Kubus zugleich wolkig leicht und als Würfel dennoch von massiger Präsenz. Mit kunstvoller Leichtigkeit, Eleganz und dem ihm eigenen feinen Humor setzt sich Wasa Marjanov sowohl im bildnerischen Werk als auch dessen Titel mit den Themen des viel beschworenen, auch kritisierten Elfenbeintürmen und Luftschlössern der Kunst und Künstler auseinander.
Bettina Bauer-Spandl im März 2010

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