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Einzelausstellung: Wolfe von Lenkiewicz - The beast and the sovereign (vorbei)

9 Dezember 2011 bis 18 Januar 2012
 
 
www.galeriemichaelhaas.de Galerie Michael Haas

Galerie Michael Haas
Niebuhrstr. 5
10629 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)30 - 889 29 10
www.galeriemichaelhaas.de


Die Kombination von vertrauten Motiven zu ungewohnten Gegensätzen ist ein wirkungsvolles Spiel, vor allem wenn es um deutsche Symbolik geht.

Die eigens für seine erste Ausstellung in Deutschland vor Ort entstandenen Werke irritieren, verwundern und stellen in Frage. Die Galerie Michael Haas in Berlin zeigt neue Arbeiten des 1966 geborenen britischen Künstlers Wolfe von Lenkiewicz.

In seinen 20 aktuellen Gemälden in Öl auf Leinwand widmet sich der Maler der Deutschen Vergangenheit und ihrer Wirkungsgeschichte bis heute. Mit Hinblick auf seine eigenen deutsch-jüdischen Wurzeln, ein sehr persönliches Thema. Bekannte, jedoch konträre Bildinhalte werden in einem ungewohnten Kontext zueinander gesetzt und eröffnen dem Betrachter somit eine völlig neue und komplexe Lesart des Sujets. Symbole und Personen, die eine Beziehung zum Nationalsozialismus aufweisen, werden in gängiges Repertoire der Kunstgeschichte eingearbeitet. Es entstehen historische Bezüge, die entweder auf ein Fortlaufen oder Gegenüberstellen hinweisen.

So sieht man ein Portrait Richard Wagners im Stil von Arcimboldo, ein teutonisches Kreuz auf einem Kleegemälde oder auf Böcklins Toteninsel das Schloss Neuschwanstein emporragen vor dessen Mitte ein Reichsadler auf Eichenkranz und Hakenkreuz ruht. Eine positive Sicht auf das Regime? Wohl kaum! Lenkiewicz zeigt lediglich die Festgefahrenheit auf, welche die Gesellschaft zu bestimmten Themen vertritt. Auf der Grundlage der Differenztheorie von Derrida beweist er, dass alles immer in einem Bezug zu etwas anderem steht und sich daher ständig verwandelt. Nichts bleibt unveränderlich und daher ist auch kein Image durch ein Copyright vor Lenkiewicz' Kreativität gefeit. Seine Werke vertreten weder eine politische Seite, noch sollen sie mahnend oder satirisch gemeint sein. Der Bruch mit dem Bestehenden und das Überdenken der eigenen Sichtweise liegen dem Künstler am Herzen. Lenkiewicz studierte von 1986-1989 an der York Universität Philosophie. Der Beruf des Malers hat in seiner Familie eine lange Tradition. Sein Urgroßvater, der Baron von Schlossberg, malte am Hofe König Ludwigs von Bayern und sein 2002 verstorbener Vater Robert von Lenkiewicz erwarb sich ebenfalls einen Ruf als unkonventioneller Künstler.

Wolfe von Lenkiewicz lebt und arbeitet in London.

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