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Einzelausstellung: Wolfgang Mally – Barnard 211EY5 (vorbei)

19 Oktober 2012 bis 30 November 2012
  Wolfgang Mally – Barnard 211EY5
Wolfgang Mally
 
  GALERIE URSULA WALBRÖL

GALERIE URSULA WALBRÖL
Mutter-Ey-Straße 5
40213 Düsseldorf
Deutschland (Stadtplan)

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www.galerie-walbroel.de


Seit 1990, dem Zeitpunkt meiner ersten Ausstellung mit Wolfgang Mally, fasziniert mich sein obsessives Interesse an den Ursprüngen unserer kreatürlichen Existenz. Seine Arbeiten entstehen aus den Versuchen, sich selbst als Akteur den inneren Vorgängen unserer Welt zu nähern, sie mit dem Denken unserer Gegenwart zu verknüpfen und aus diesen unvorhersehbaren Auseinanderetzungen Bildwelten zu generieren, die den Betrachter in den Bann ziehen.

Ich freue mich nun, einen Einblick in seine aktuelle Werkphase zu geben.In dieser Ausstellung bezieht sich Wolfgang Mally auf die Molekülwolke Bernard211 *1 und die Moleküle im menschlichen Körper. Er eröffnet diesen Phänomenen in der Mutter-Ey-Straße 5 einen weiteren, gemeinsamen Möglichkeitsraum. Die in Kooperation mit dem Institut für vegetative Physiologie der Universität Münster entwickelten Gele, deren Hohlräume menschlichen Körpern nachempfunden sind, wurden dort einem DNA-Transit ausgesetzt Dieser Vorgang bildet den filmischen und prozessualen Part dieser Installation.

Parallel zur Installation sind zwei neue Arbeiten „Aus dem Labor für unausweichliche Interaktionen" zu sehen, die er mit Hilfe von mit Wachstumshormonen angereicherten Gelatine-Wesen, Pflanzen, Quallen, Elektronen , organischen Halbleitern und defekten Aufzeichnungsgeräten entwickelte. Eine aus diesen Prozessen bildgewordene Form wurde in einem weiteren Transformationsprozess zu einem Objekt, das wiederum Teil der Installation ist.

"Wolfgang Mally geht es um den Versuch, mit der Natur im Dialog zu sein, zu erfahren, in welchem Zustand und Verhältnis wir Menschen momentan zu ihr stehen und welche Wirklichkeiten wir aus diesem Interdependenzgeflecht schaffen können. Das Verhältnis des Menschen zu seiner Existenz und den Bildern, die er sich von seiner Welt und den Grundstoffen machte und macht, ist für Mally seit je her etwas sehr Dynamisches........ Ihn beschäftigen Existenz hinterfragende Arbeiten.

Das, was Existenz und Wirklichkeit sein könnte, wird heute in seinem offenen Labor...erprobt und hinterfragt. Was digital aussieht, ist analog, was gerechnet erscheint, ist phänomenologisch beschaffen. Bei der Navigation in diesen Welten helfen ihm am meisten jene Wesen oder Gerätschaften, die über andere Sensorien verfügen: Pflanzen, Bienen, Sonarscanner, Eidechsen, Mobiltelefone, Dinoflagellaten."2

Anlässlich dieser Ausstellung ist eine Publikation entstanden, die einen Überblick über sein bisheriges Schaffen gibt.

*1 eine nach Ansicht der Astrophysiker zu einem Stern attrahierende Molekülwolke

*2 Gregor Jansen, aus: Möglichkeitsräume - Aus dem Labor Wolfgang Mallys für unausweichliche Interaktionen

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