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Einzelausstellung: Yves Mettler - Wiederholt winkt uns etwas zu. (vorbei)

13 Januar 2007 bis 17 Februar 2007
  Yves Mettler - Wiederholt winkt uns etwas zu.
 
  annex14 - Raum für aktuelle Kunst

annex14
Junkerngasse 14
3000 Bern
Schweiz (Stadtplan)

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tel +41 (0)44 - 202 44 22
annex14.com


Yves Mettler
Wiederholt winkt uns etwas zu.

13.1. - 17.2.2006
Vernissage 12.1.2007 ab 18h

Yves Mettler (*1976) fokussiert mit seinem offen angelegten Werk auf urbane Strukturen, die als materialisierte Knotenpunkte im Strudel weltumspannender Informations- und Kapitalflüsse ein äusserst spannendes Untersuchungsobjekt abgeben. Der Komplexität seiner Beobachtungen und Reflexionen entsprechend verwendet er so unterschiedliche Medien wie Zeichnung, Foto, Video, Sprache und raumgreifende Installationen. Als visualisierte Denkprozesse thematisieren seine Arbeiten Situationen urbaner Gegenwart: deren ideologische Verstrickungen wie utopische Versprechen. Yves Mettler befreit Teile davon aus ihren funktionalen Zwängen und gibt ihnen im konkreten Sinn eine eigene Sprache. Skulpturale und sprachliche Ebenen verweben sich zu poetischen Ensembles und zeugen gleichzeitig von einem unbestechlichen Blick auf aktuelle Macht- und Repräsentationssysteme.

Ausgangspunkt der Ausstellung Wiederholt winkt uns etwas zu. sind Kairo, ein Innenhof in Lausanne sowie ein Autotunnel in Aarburg, d.h. drei ebenso konkret verortbare wie prototypische Situationen gegenwärtiger Mobilität und städtischer Realität.

Zwischen 1920-60 entstand in Kairo eine europäisch geprägte moderne Architektur, die, wie die koptische und islamische zum historischen Erbe der Millionenstadt am Nil gehört. Cairo pieces 1-15, 2006 zeigt 15 bröckelnde Fassaden modernistischer Gebäude, gedruckt auf Reciclingpapier. Dieses wird von den Kopten hergestellt, welche das Müllabfuhr- und Wiederverwertungssystem der Stadt beherrschen. Die Referenzen und Überlagerungen, welche durch Papier- Bild- und Textebene entstehen, eröffnen gleich mehrere Diskussionsfelder: zum Verhältnis von Architektur und kultureller Identität, zum Verhältnis von Müll und ethnischer Selbstbestimmung und in einem allgemeineren Sinn zum Umgang mit dem historischen Erbe, sowie mit ökonomischen und materiellen Ressourcen.

Tunnels, 2006 besteht aus vier sich gegenüberstehenden Tunnelportalen aus Karton, die nirgendwo hinführen. Die modellartigen Portale, les bouches du tunnel, verhalten sich wie Subjekte, aus deren gemeinsamen Gesprächen eine Art Mobilitätstypologie und Verkehrspsychologie erkennbar wird, die bisweilen das Absurde streift.

Um Raum oder eher um eine von fünf Wohnhäusern begrenzte „Leere“ geht es bei Innenhof, 2006. Das zwischen Modell und autonomer Skulptur situierte Kartonobjekt widerspiegelt die subjektive Wahrnehmung des Künstlers, hat er doch in einem der Häuser gewohnt. Es geht aber insofern darüber hinaus, als dass der Innenhof weniger zur ästhetischen Reflexion denn zum Nachdenken über ökonomische Zwänge und Zusammenhänge innerhalb städtebaulicher Konzepte verleitet.

Yves Mettler war bei annex14 erstmals 2005 mit der Soundinstallation Die Stadt in der Gruppenausstellung More things zu sehen

Für weitere Informationen und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an Susanne Friedli(079 248 98 94) oder Elisabeth Gerber (079 574 55 36)

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