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Group show: H₂O = Leben - Zum UNO-Jahr des Wassers (over)

5 June 2013 until 20 July 2013
  H₂O = Leben - Zum UNO-Jahr des Wassers
Christoph Draeger, One Kid Total Equilibrium Tank, 2009, Glas, Skelett, Schwimmflügel, Wasser
 
  Galerie Rigassi

Galerie Rigassi
Münstergasse 62
3011 Bern
Switzerland (city map)

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tel +41 (0)31 - 311 69 64
www.galerierigassi.ch


Während der kommenden Ausstellung in unserer Galerie begegnen sich die bildende Kunst und Wasser. Wir nehmen das UNO Jahr der internationalen Wasserkooperation 2013 zum Anlass, einige Facetten dieser spannenden Begegnung zu zeigen. Zum einen wird erstmals in einer Gemeinschaftsarbeit in der Schweiz eine grosse Kunstinstallation von Julius Popp im öffentlichen Raum gezeigt. Der Künstler hat sie eigens für diese Ausstellung in der Stadt Bern konzipiert. Die Installation von Popp verbindet die modernen Technologien (Informationstechnologie) mit dem Medium Wasser und produziert so visuelle Botschaften. Dank der grossen Unterstützung der Stadt Bern ist es möglich, das Vorhaben zu realisieren, dafür sei hier speziell gedankt. Wasser als Kommunikationsmittel oder auch als Produktionsmittel in der modernen visuellen Kunst. Zum anderen wird die Begegnung von Wasser und Kunst im Rahmen der Galerienausstellung aufgenommen. Wasser als zentrales Verbindungselement zwischen den Menschen, Wasser als Symbol für das Leben oder auch Wasser als Mittel der Reflektion über die vermeintlichen Realitäten. Wasser als Gegenstand der Reflektion, Wasser als Mittel zur Vermittlung von Botschaften, Wasser als künstlerischer Rohstoff: unterschiedliche Zugänge und Verwendungen in der Kunst sollen das Publikum anregen, über die Vielschichtigkeit und Bedeutung dieser lebenswichtigen natürlichen Ressourcen anregen. Und schliesslich wollen wir mit dem Kunstprojekt auch einen konkreten Beitrag zur internationalen Wasserkooperation leisten. Wir zeigen in Kooperation mit der Stiftung SwissWaterKiosks (www.swisswaterkiosk.org) wie wir dazu beitragen können, dass der Zugang zu sauberem Trinkwasser nicht nur ein Privileg unserer reichen Wohlstandsgesellschaften ist, sondern auch in ärmeren Regionen der Welt realisiert werden kann. Die Galerie und die teilnehmenden Künstler spenden aus den Erträgen der Ausstellung einen Teil ihres Erlöses an die Stiftung zur Realisierung von drei Wasserkiosken in Tanzania und Uganda - und lädt deshalb alle Besucher ein, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und Ihr aktives Mitmachen zum UNO Jahr der internationalen Wasserkooperation!

Raphael T. Rigassi

Julius Popp

In seinen raumgreifenden Installationen verbindet Julius Popp die natürlichen Elemente Wasser, Licht und Bewegung mit den Erscheinungsweisen der digitalen Kultur. Seine Werke durchbrechen die Grenze zwischen Kunst und Informationstechnologie und schaffen einen ästhetisch-sinnlichen Zugang zur wissenschaftlichen Welt. Schrift als kultureller Informationsträger hat eine grosse Bedeutung in den Werken von Julius Popp. So formen Tropfen Texte, entstehen aus Partikeln Lettern und verändert Bewegung Zeichen. In der oftmals nur temporären Typografie entziehen sich die Aussagen der Beständigkeit und der dauerhaften Lesbarkeit. Inzwischen werden die Arbeiten von Julius Popp weltweit ausgestellt.

Betriebszeiten der Kunstinstallation von Julius Popp in der Münstergasse

Täglich
14.00 - 14.30 Uhr
15.30 - 16.00 Uhr
17.30 - 18.00 Uhr
20.00 - 20.30 Uhr
21.30 - 22.00 Uhr

Stéphane Daireaux
Der aus Paris stammende Künstler nimmt uns mit auf eine Wahrnehmungsreise zwischen Realität Fiktion. Von einem Mohnfeld das wie "reflets impressionistes" erscheint, über einen orangefarbenen LKW, der über einen Pier fährt, entführt uns der Fotograf in eine Welt ständiger Bewegung. Unsere Wahrnehmung verschwimmt wie auch die Realität hinter den Wassertropfen der Fotografien.

Christoph Draeger

Der in New York und Wien lebende Schweizer Künstler setzt sich seit bald zwanzig Jahren konsequent mit den verschiedensten Katastrophen und ihrer medialer Vermittlung auseinander. Seine Arbeit wurde weltweit in Institutionen und Galerien gezeigt: u.a im Paco das Artes in Sao Paulo, Centre Pompidou in Paris, Kunsthaus Zürich, Orchard Gallery in Derry (UK), Alcala 31 in Madrid, Carrillo Gil Museum in Mexico City, im P.S.1, Brooklyn Museum, Whitney Museum, und MoMA in New York; sowie Urs Meile Galerie Luzern, Roebling Hall in New York, Catherine Clark Gallery in San Francisco, West Gallery Den Haag und Susanne Vielmetter Gallery in Los Angeles.

Haruko

Harukos Mikrokosmos zeigt eine Gegenwelt zur realen Welt. Der Zürcher Künstler fühlt sich als Forscher - nicht im wissenschaftlichen Sinn, sondern in einem «inneren» Sinn. Ähnlich der Poesie schreitet er über Intellekt und Logik hinaus und schafft Werke aus dieser gewonnenen Freiheit. In Bezug auf das Thema der Ausstellung faszinieren die Einfachheit des Gegenstands und gleichzeitig die Komplexität der Erscheinung. Die Reflexion und Transparenz des Wassers und Spiegelungen im Glas. Neben den gemalten Gläsern zeigt er auch Fotografien und in all seinen Kompositionen tritt uns etwas Ikonenhaftes gegenüber.

Haubitz + Zoche

Die Leuchtkästen der Werkserie „Wasserpiegel" von Haubitz + Zoche zeigen Unterwasseransichten von menschenleeren Swimmingpools. Die Aufnahmeperspektive bewirkt, dass ein funktionaler Alltagsraum zu einer phantastisch anmutenden architektonischen Situation wird. Der reale Raum und seine eigene Spiegelung scheinen ineinander überzugehen, da sich die Wasseroberfläche wie ein Spiegel um den gesamten Aufnahmebereich spannt. Der Betrachter wird gewissermaßen in das spiegelnde Medium eingebunden. Gleichzeitig werden die oft zentralperspektivisch fotografierten Pools so auch zu Reflexionen über die Verwandlung von Raum in Bühne. In Ihrer Bewegungslosigkeit vermitteln die Leuchtkästen eine fast kontemplative Ruhe.

MARCK

Die Videoskulpturen des Schweizer Künstlers MARCK sind mehr als eine simple Kombination von Video und Skulptur: Sie sind die logische Folge einer intensiven Auseinandersetzung MARCKs mit Filmen und Videos, multimedialen Projekten, Perfomances, Musik und skulpturalen, kinetischen Objekten. Lange Jahre der Arbeit mit diesen Medien haben ihm ihre Grenzen und Möglichkeiten aufgezeigt und somit das Fundament für jene Werke geschaffen, die seit 2001 entstanden sind. Ausschlaggebend für die Videoskulpturen war u.a. seine Unzufriedenheit mit der langweiligen Präsentation von Filmen auf Monitoren, weshalb er schließlich begonnen hatte, diese umzubauen, um einerseits dem Medium Skulptur ihre Statik zu entziehen und andererseits dem Medium Film/Video reale Grenzen zu setzten.

Anina Schenker

Das Freilegen von physischen und psychischen Zuständen durch die Beobachtung des (eigenen) Körpers, das Ausloten der teils quälenden Ambivalenz von Identität und Dekonstruktion, von Anspannung und Kontrollverlust sind wesentliche Charakteristika der Arbeiten von Anina Schenker. (Irene Müller) Die Zürcher Künstlerin wird in der aktuellen Ausstellung ihr Werk Parole präsentieren, das die Wichtigkeit in der Kommunikation über sauberes Trinkwasser unterstreichen soll.

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