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Einzelausstellung: NATHAN CARTER - 5 OCEAN BOATS WITH RADIO (vorbei)

30 Mai 2003 bis 30 Juli 2003
  NATHAN CARTER - 5 OCEAN BOATS WITH RADIO
 
  Esther Schipper

Esther Schipper
Schöneberger Ufer 65
10785 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)30 37 44 33 133
www.estherschipper.com


In seiner ersten Einzelausstellung in Europa erweitert Nathan Carter sein Spektrum von Zeichnungen und Holzwandbildern in die Dreidimensionalität.

"Die fünf Skulpturen stellen einigermaßen seetaugliche hölzerne Seeschiffe dar, die gefährlich krängen und in alle Richtungen ausschwenken wie beschädigte Rennwagen. Die meisten Schiffe sind mit einem leistungsstarken Seefunkgerät ausgestattet, um über UKW-Funk Nachrichten (und Beleidigungen) senden und empfangen zu können, die ein vieldeutiges Netz wahrnehmbarer Audioformen irgendwo im Nordatlantik bilden."

Zwischen Narration und Abstraktion formuliert Carter eine originäre Sprache, deren Referenzen sich von der Figur des Barbaren über englische Bankraubüberfälle und deren Bewegungsszenarien auf der Flucht bis zu Radiokommunikationsprozessen erstrecken. Sein Interesse besteht im "Mapping the Unmappable" - urbane Infrastrukturen auf dem Hintergrund unsichtbarer Bewegungslinien, unsichtbarer Kommunikationsstrukturen, oder generell Mobilitätsstrukturen, die in einer wie kindhaft verdichteten Weltsicht manifestiert und in den Raum gestellt werden.

"In die Superstrukturen eingebunden sind verwirrende Diagramme tumultartiger
Aktivitäten. Querschnittgraphiken bilden deren chaotische innere
Zusammenhänge ab und stellen mit haarsträubendem Wagemut ausgeführte
nautische Manöver nach."

Carter formuliert Fragen nach dem unsicheren und durchlässigen Crossing von Grenzen, bzw. Begrenzungen, und spekuliert auf neue, aus seinen transnationalen Kartografien sprechende Zusammenhänge.
Diese "Fragilen Fregatten" stehen als instabile Repräsentanten von Versuchen, die Dinge noch ganzheitlich oder zumindest zusammenhängend sehen zu wollen, für das, was den postromantischen Focus auf Weltzusammenhänge, Topografie und ikonografische Textur ausmacht.

"Der Umstand, daß die Schiffe in unmittelbarer Nähe zueinander positioniert sind, erfordert fieberhafte Versuche, die Temperaturen und Grenzen internationaler Gewässer zu ermitteln, um unratsame maritime Interaktionen und verhedderte Antennen zu vermeiden."

Neben dieser Einzelausstellung ist Nathan Carter derzeit mit Arbeiten in der
Ausstellung "NATION" im Frankfurter Kunstverein (bis 3.8.03) sowie "GNS" im
Palais de Tokyo in Paris (Eröffnung am 5.6.03) zu sehen.

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