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Einzelausstellung: Javier Vallhonrat – ACASO (vorbei)

5 September 2003 bis 8 November 2003
  Javier Vallhonrat – ACASO
Javier Vallhonrat, Acaso 2000-2002 (Untitled #78), C-Print mounted on aluminium and matt plexi, 50,5 x 90,5 cm
 
www.lagalerie.de L.A. Galerie – Lothar Albrecht

L.A. Galerie – Lothar Albrecht
Domstraße 6
60311 Frankfurt/Main
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)69-28 86 87
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Seit mehr als zehn Jahren werden die Arbeiten des spanischen Künstlers Javier Vallhonrat regelmäßig in der L.A. Galerie ausgestellt. Mit früher gezeigten Werken verbindet die neue Serie Acaso die spezifische Stimmung, die die Bilder ausstrahlen: Vallhonrat scheint stärker von der Dämmerung, dem ersten Morgenlicht oder der Dunkelheit angezogen als von der Helligkeit des Tages; viele der Bilder zeigen Aktionen oder Formationen, die allein innerhalb des Bildes ihren Sinn und ihre Logik besitzen.

Auf den meisten der in der L.A. Galerie gezeigten Fotografien sehen wir einzelne, männlichen Protagonisten bei schwierigen Tätigkeiten. Mittels Holzplatten legt einer auf Händen und Knien den Weg durch eine seichte, spiegelnde Wasserfläche zurück; balancierend auf zwei Holzquadern blickt ein anderer wie Narziß in eine Pfütze auf dem Asphalt; auf einer rechteckigen Platte liegend, stemmt ein dritter eine weitere Platte mit Händen und Knien hoch, offenbar mit dem Ziel, sie in eine parallele Position zu der Platte unter ihm zu bringen. Es sind aufwendige, zugleich aber leerlaufende Aktionen, die von außen betrachtet keinen Sinn ergeben. Diese selbstbezüglichen Tätigkeiten werden mit einer gewissen Emphase ausgeführt und präsentiert. Die Protagonisten sind sehr konzentriert; der Photograph scheint – trotz teilweise schwieriger Lichtverhältnisse – versucht zu haben, sie möglichst genau festzuhalten. Ein Blickkontakt mit dem Betrachter wird nicht gesucht.

Die befremdliche Anmutung der Serie Acaso erklärt sich unter anderem daraus, daß es kaum möglich ist, die Bilder einer bestimmten Gattung zuzuordnen. Obwohl Aktionen zu beobachten sind, scheint die Zeit in den sorgfältig komponierten Bildern stillzustehen. Oft in kühlen Grau-, Grün-, Blautönen gehalten, erinnern sie an Stilleben. Mit diesem Eindruck konkurriert zuweilen der panoramatische Blick in Landschaften. Jedes Bild könnte aber auch die Dokumentation einer geheimnisvollen Versuchsanordnung sein.

Einerseits rückt das Cinemascope-Format die Bilder in die Nähe von Filmstills; andererseits verweisen die akkuraten Kompositionen mit ihren in die Bildtiefe führenden Achsen, mit sorgfältig gesetzten Licht und Schatten, mit den Spiegelungen und den erstarrten Bewegungen auf malerische Verfahren.

Jedes der Bilder läßt sich als einzelnes, in sich abgeschlossenes betrachten. Und doch entsteht der Eindruck einer Zusammengehörigkeit, der über das Formale hinausgeht. Auch thematisch sind die Bilder lose verknüpft.

Geometrische Formen konkurrieren mit organischen Formen; in zwei Bildern ist der Protagonist einer Quaderform eingeschrieben, in einem anderen wird ein wild wachsender Busch von einem aus Schnüren gespannten Rechteck umgrenzt. Oberflächen – rauhe, natürliche und glatte, bearbeitete – sind Thema mehrerer Bilder. In einigen Bildern bahnt sich der Protagonist mühsam den Weg nach Innen; von einem höhlenartigen Raum in einen anderen, in das Innere eines Waldes, in ein seichtes, sumpfiges Gewässer. Die Serie Acaso erscheint wie eine Dokumentation ernster Spiele, deren Regeln der Betrachter nicht kennt.

Für weitere Informationen zu unserem Programm stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

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