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Einzelausstellung: Jürgen Drescher - Fund (vorbei)

27 Februar 2009 bis 11 April 2009
  Jürgen Drescher - Fund
 
  Mai 36 Galerie

Mai 36 Galerie
Rämistrasse 37
8001 Zürich
Schweiz (Stadtplan)

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tel +41 1 261 68 80
www.mai36.com


Wir freuen uns, Ihnen in unserer nächsten Ausstellung neue Arbeiten des deutschen Künstlers Jürgen Drescher (*1955 in Karlsruhe, lebt und arbeitet in Berlin) präsentieren zu können.

Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, u.a. in den USA, Italien, Deutschland und jüngst an der Shanghai Biennale. 2007 erschien im Verlag der Buchhandlung Walther König die Monographie „Jürgen Drescher - Arbeiten bis heute".

Jürgen Dreschers künstlerisches Werk ist charakterisiert durch ein Arbeiten mit Alltagsgegenständen. Diese transferiert er entweder direkt - im Sinne des Object Trouvé, das durch den Gestus des Künstlers als Ready Made zum Gegenstand der Kunst wird - oder aber, wie zuletzt durch das indexikalische Reproduktionsverfahren des „Abgusses" - in den Kunstraum. Ähnlich geht er in seinen Videoarbeiten vor, in denen er bestehendes filmisches Material in neue Sinnzusammenhänge und zu einer Neuinterpretation führt. Verknüpft mit dieser Praxis vertritt Jürgen Drescher seit vielen Jahren eine Haltung, die von Skepsis und Misstrauen gegenüber gesellschaftlichen Ordnungen und kunstbetrieblichen Abmachungen geprägt ist.

In seiner zweiten Einzelausstellung in der Mai 36 Galerie zeigt Jürgen Drescher ein installatives Setting von Einzelobjekten aus unterschiedlichen Werkkomplexen, die in einem inhaltlichen Zusammenhang gelesen werden können. Zwischen Aluminiumabgüsse - Kartons, eine Bank, ein Fensterkreuz, eine Tresortür, abgelegte Kleider - und Gesichtsabformungen, Zeichnungen von Rollgittern und Videos von Rädern, stellt er in Richtung Decke ausgerollte Markisen und leere Projektionsleinwände in den Raum. Um formale wie semantische Verbindungen zwischen den Exponaten herzustellen, lässt sich ein Begriff wie „Fund" heranziehen - im Sinn des „Fundstücks", aber auch in seiner englischsprachigen Bedeutung „fund" = Kapital. Jürgen Drescher betrachtet seine Fundstücke, sein zentrales Material, als Kapital, denn sie ermöglichen - über eine Art von „ethnografischer" Untersuchung - eine Selbsterfahrung in den Facetten des Inventars der Ausstellung. So auch in den Gesichtsabformungen, die 1880 auf einer Südseeexpedition von Insel-BewohnerInnen des pazifischen Raums abgenommen wurden. Der Künstler wie auch die Betrachter stehen in einer Versuchsanordnung, die Stoff für private Mythologien oder auch für kritische Befragungen bereithält. [Text: Barbara Buchmaier, Berlin]

Vernissage ist am Donnerstag, 26. Februar 2009 von 18 bis 20 Uhr. Jürgen Drescher wird anwesend sein. Auf Anfrage lassen wir Ihnen gerne geeignetes Bildmaterial zukommen (office@mai36.com).

Wir freuen uns, Sie in der Galerie zu begrüssen und danken Ihnen für Ihr Interesse.

Mai 36 Galerie

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