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Einzelausstellung: Gerhard Altenbourg (vorbei)

6 Juli 2004 bis 4 September 2004
  Gerhard Altenbourg
Gerhard Altenbourg, (Hügellust: - Wehen, Bodenlos), 1984, Mischtechnik auf Japanpapier, 26 x 55 cm
 
  Galerie Karl Pfefferle

Galerie Karl Pfefferle
Reichenbachstr. 47-49 /Rgb.
80469 München
Deutschland (Stadtplan)

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www.galeriekarlpfefferle.de


Dem bedeutenden ostdeutschen Künstler Gerhard Altenbourg richtet die Pinakothek der Moderne vom 9. Juli bis 5. September eine groß angelegte Retrospektive ein. Diese Ausstellung mit 120 ausgesuchten Werken aus allen Schaffensperioden des Künstlers war zuvor in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf und im Kupferstich Kabinett Dresden zu sehen. Wir freuen uns ergänzend weitere 51 Arbeiten von Gerhard Altenbourg in München präsentieren zu können.

Gerhard Altenbourg (1926-1989) war einer der ersten Künstler der DDR, die internationales Ansehen erlangten (u.a. durch die documenta II), wurde aber von der Staatsmacht jahrzehntelang angefeindet und argwöhnisch überwacht. Zurückgezogen lebte er in seiner thüringischen Heimatstadt Altenburg, nach der er auch seinen Künstlernamen wählte. Im Dezember 1989 kam Altenbourg bei einem Autounfall ums Leben.

Altenbourg schuf nur einige wenige Gemälde. Schwerpunkt seines Oeuvres bilden feine Papierarbeiten, die zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion changieren. Wie etwa Paul Klee bildet Altenbourg die sichtbare Natur nicht ab, sondern übersetzt sie anhand erkannter Strukturgesetze in seine individuelle Bildsprache. Dieser durch und durch lyrische Akte des Zeichnens spiegelt sich auch in seinen an Wortschöpfungen reichen und vieldeutigen Bildtiteln: " Schwebend entzieht sich das Land hinein ins Unendliche des Blaus", "Ich-Gestein" oder etwa "Das verborgene Leuchten".

In den 80er Jahren werden Altenbourgs Arbeiten leichter und offener. Aus dieser Werkphase stammt auch das Bild unserer Einladungskarte. Es zeigt zwei beigefarbene anthropomorphe Torsi, umfangen von einer großen dunklen Form, die sie gleichermaßen trennt und vereint. Zwischen beiden Körpern (ein Mann und eine Frau?) befindet sich in der unteren, grün aquarellierten Bildpartie eine kreisrunde Form, die an eine Sonne, an einen Ball oder an eine Blüte denken lässt. Tatsächlich hat Altenbourg an dieser Stelle sein Monogramm samt Künstlernamen - selbstbewusst mittig - in das Blatt geprägt und es dann im Farbton der Figuren koloriert. So bindet sich der Künstler gewissermaßen in die Landschaft und in das Bild ein und reizt uns Betrachter, das Bild nicht allein zu betrachten, sondern es förmlich zu fühlen.

Die Ausstellung in der Galerie Karl Pfefferle räumt den Landschaftsdarstellungen einen breiten Raum ein und präsentiert den im Schaffen Altenbourgs wichtigen, in der Retrospektive aber ausgesparten Werkkomplex der Druckgrafik mit herausragenden Arbeiten.

Parallel zur Retrospektive in der Pinakothek der Moderne

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