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Einzelausstellung: Matt Mullican - Cosmology (vorbei)

4 April 2009 bis 23 Mai 2009
  Matt Mullican - Cosmology
Matt Mullican, Untitled (Cosmology), 1992
acrylic, oilstick on canvas,
181 x 120 cm (71 1/4 x 47 1/4 in.)
 
  Mai 36 Galerie

Mai 36 Galerie
Rämistrasse 37
8001 Zürich
Schweiz (Stadtplan)

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tel +41 1 261 68 80
www.mai36.com


Wir freuen uns, Ihnen in unserer nächsten Ausstellung Arbeiten des multimedialen Künstlers Matt Mullican (*1951 in Santa Monica, Kalifornien, lebt in New York und Berlin) präsentieren zu können.

Seine Werke werden regelmässig international in Museen und Galerien gezeigt; so beteiligte er sich im letzten Jahr an der Whitney Biennial 2008, The Whitney Museum of American Art, New York. 2010 ist Matt Mullicans Werk in einer Ausstellung im Haus der Kunst, München geplant. Die Galerie Mai 36 zeigt den Künstler regelmässig seit 1988.

„Alles, was ich mache, hat mit der Welt zu tun, wie sie interpretiert wird“, erklärt Matt Mullican sein gigantisches Bestreben, sich die Welt anzueignen, sie zu ordnen und modellhafte Gestaltungen einzubinden. Sein Versuch, Ordnung in eine unübersichtliche Welt zu bringen und ein ideales Gegenbild als persönliches Modell einer Kosmologie zu schaffen, ist geradezu ein unmögliches Unterfangen in unserer von Bildern und Symbolen überfluteten Welt. Schon seit Jahrzehnten sammelt er alles, was er findet, wie Zeitungsausschnitte, Flaggen, Zündholzheftchen, um nur einiges zu nennen, und reiht es in eine scheinbare Ordnung ein. Die Fundstücke inventarisiert und archiviert er und kategorisiert sie nach enzyklopädischen Richtlinien. Gewissermassen mit der Haltung und der Passion des grossen französischen Enzyklopädisten Denis Diderot (1713-1784). Grundlage seines Ordnungssystems bilden fünf Bereiche, die verschiedene Wahrnehmungsformen unterscheiden: das natürlich Gewachsene, die Welt der Gegenstände, den Symbolwert, die Zeichen und Begriffe und das emotionale Verhältnis.

Mullican denkt sich Zeichensysteme aus und will aufzeigen, wie diese funktionieren. Dafür hat er Piktogramme — am bekanntesten ist das Strichmännchen Glen —, Symbole, Farben und Strukturen entworfen. Die unterschiedlichsten Zeichen und Darstellungsformen ordnet er diagrammartig zu einem höchst komplexen persönlichen Sprachsystem und verschränkt es mit einer sorgfältig abgestimmten Farbenlehre. All dies ist Teil seines persönlichen Modells einer Kosmologie. An diesem Paralleluniversum baut Matt Mullican seit den siebziger Jahren und zwar mit einer unglaublichen Bandbreite von Medien und Ausdrucksformen — sie reicht von fragilen Modellen zu schweren Eisen- bzw. Glasskulpturen, von Zeichnungszyklen, Fotoarbeiten über Collagen und Leuchtkästen mit computergenerierten Bildern imaginärer Stadträume zu Videos und Filmen. Er baut sie zu installativen Arbeiten zusammen, die eigentlichen Auslegeordnungen ähneln, entwirft virtuelle Welten und präsentiert sie oft in Verbindung mit Hypnose und Performances.

Mit diesen Elementen hat Mullican kosmologische Entwürfe und Weltmodelle mit Himmel, Hölle, Engel, Dämon, Leben und Tod entwickelt. Entstanden ist eine hermetische Welt, in der alles mit allem zusammenhängt und dies zuweilen in einer recht komplexen Weise. [Text: Dominique von Burg]

Vernissage ist am Freitag, 3. April 2009 von 18 bis 20 Uhr.
Matt Mullican wird anwesend sein.

Auf Anfrage lassen wir Ihnen gerne geeignetes Bildmaterial zukommen (office@mai36.com).

Wir freuen uns, Sie in der Galerie zu begrüssen und danken Ihnen für Ihr Interesse.

Mai 36 Galerie

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