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Gruppenausstellung: ConceptIOUS (vorbei)

1 Mai 2009 bis 13 Juni 2009
  ConceptIOUS
 
  Galerie Jette Rudolph

Galerie Jette Rudolph
Strausberger Platz 4
10243 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)30 - 613 03 887
www.jette-rudolph.de


Der Ausstellungstitel ist eine individuelle Wortschöpfung und bewusst in der grammatikalischen Form des Adjektivs formuliert, um den Konzept- Gedanken der 60/ 70er Jahre aufzugreifen. Die Gruppenausstellung "ConceptIOUS" versammelt internationale junge Künstlerpositionen, die mit theoriebasierten Ansätzen operieren, um über den kunstimmanenten Diskurs hinaus zu einem transzendenten Entwurf zu gelangen.

NADIM VARDAG (*1980 i. Regensburg/ D; lebt u. arbeitet i. Wien/ A) zitiert Motive und Erzählweisen des medialen Bildes im Kontext von Film in Kino und Fernsehen, löst sie aus ihrem originalen Handlungszusammenhängen und entwirft minimale Settings. Die Montagen in seinen Fotografien, Zeichnungen, Video Loops und Lichtprojektionen setzen scheinbar Nebensächliches in Szene: überbelichtete Fenster, flackerndes Licht, surrende Geräusche suggerieren ein ereignisreiches Erleben, dessen Bezugssystem offen bleibt für die Assoziation ihres Rezipienten.

Auch STEFAN BURGER (*1977 i. Mühlheim/ D; lebt u. arbeitet i. Zürich/ CH) experimentiert mit medialen Verschränkungen, wobei das fotografische Bild, präsentiert in Form der Wandtapete oder als stehendes Objekt, einen installativen bis aktionistischen Charakter gewinnt. Dabei sind die Motive Burgers konstruierte Objekte und räumliche Arrangements, die kunsthistorische Referenzen zum Readymade als gebrauchsfähige Projektion zugänglich machen.

Man könnte einen Link zwischen Stefan Burger und TILO SCHULZ (*1972 i. Leipzig/ D; lebt u. arbeitet i. Berlin/ D) in ihrer Hinterfragung der Strategien aktueller künstlerischer Produktionsweisen ziehen. Dabei liegt der Schwerpunkt bei Schulz auf seiner Ästhetikdiskussion mit oft politisch- soziologischer Prägung, mit der er an die lokalen wie historischen Bedingungen seines Ausstellungsortes anknüpft.

DIDIER RITTENER (*1969; lebt u. arbeitet i. Lausanne/ CH) ist bekannt für seine "Transfers" - Zeichnungen, deren Motive der medialen Quelle von Zeitungen, Kunstkatalogen etc. entnommen sind und durch chemische Prozesse auf neue Träger übersetzt werden. Aufgrund der potenzierten Entfernung vom originalen Motiv sowie dem Duktus als der Handschrift des Künstlers entsteht eine abstrahierende Zeitdifferenz.

TILLMAN KAISER (*1972 i. Graz; lebt u. arbeitet i. Wien/ A) arbeitet in den tradierten Medien der Malerei und Skulptur, die er durch die Technik des Siebdruck oder mittels Applikationen von Fundstücken erweitert. Es sind scheinbar abstrakte Kompositionen, die an kunsthistorische Formen der Moderne anknüpfen, dessen Widerstandspotenzial verblasst und zum allgemein verfügbaren Vokabular geworden ist. Kombiniert mit Ethnologischem oder Alltäglichem schleicht sich in die Arbeiten Kaisers etwas Psychologisches oder Fremdartiges ein.

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