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Einzelausstellung: YANG SHAOBIN - SILENCE (vorbei)

2 Mai 2009 bis 30 Mai 2009
  Yang Shaobin
Yang Shaobin
2009.1
water colour on paper, 36 x 51 cm
2009
 
www.alexanderochs-galleries.com ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING

ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING
Besselstr. 14
10969 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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www.alexanderochs-galleries.com


Yang Shaobin lebt als Maler und Bildhauer in Beijing. Harald Szeemann zeigte den chinesischen Künstler bei der Venedig-Biennale 1999 mit Bildern - angelegt in dunkel-roter Farbe, die an Blut erinnerte - und er zeigte sie in Korrespondenz mit Werken Sigmar Polkes. Yang Shaobins Malerei war von einer Unmittelbarkeit und Wucht, die sich fast schlagartig ins kollektive Unterbewusstsein der internationalen Kunstwelt einprägte.

Der in Berlin lebende Kritiker Sebastian Preuss schrieb: 'Die erste Begegnung (mit seinen Bildern) ist unvergesslich geblieben. Diese Bilder zogen auf einmal in Bann und ließen alles andere vergessen: Zuerst war es ein Augenschock, dann aber zunehmend auch ein Angriff aufs Gemüt' - und auf die Welt.

Gewalt war immer das Thema Yang Shaobins; erlebte Gewalt und Zerstörung, sowohl 'Antriebe' zur Selbstzerstörung als auch die Notwendigkeit ihrer Veröffentlichung wie ihrer Inszenierung waren immer Teil seiner Arbeit, die ihm half, den inneren Druck zu ertragen.

So folgt die Ausstellung SILENCE zwei zentralen Bildern und damit zwei zentralen Motiven: einem 'Atompilz', dessen Entstehung nicht weiter definiert ist und das zerstörte, mit Bandagen und Verbänden bis zur Unkenntlichkeit 'verpackte' Selbstportrait eines Künstlers.

1979 wurde Martin Kippenberger, damals einer der Betreiber des legendären Berliner Clubs SO 36 von Punks, den 'Freunden von Ratten-Jenny' verprügelt. Kippenberger ernannte diese körperliche Attacke zum künstlerischen Projekt, zum 'Dialog mit der Jugend'. Noch im Hospital-Bett erklärte er sich zum Opfer und ließ sich photographieren.

Yang Shaobin kommt in seiner Malerei in die 'blut-rote' Phase zurück und adaptiert das von Gewalt und Zerstörung gezeichnete Gesicht Kippenbergers, das im chinesischen Kontext freilich den ironischen Kontext des Berlins der 70er Jahre verliert.

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