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Einzelausstellung: Clare Goodwin - Still Lived (vorbei)

29 Oktober 2009 bis 19 Dezember 2009
  Clare Goodwin - Still Lived
Clare Goodwin, Alan and Angela, 2009, Acrylic on canvas, 30x24cm
 
  Rotwand

Rotwand - Sabina Kohler & Bettina Meier-Bickel
Lutherstrasse 34
8004 Zürich
Schweiz (Stadtplan)

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tel +41 (0) 44 - 240 30 55
www.rotwandgallery.com


Es freut uns ausserordentlich, Clare Goodwin (*1973 Birmingham) mit neuen Werken in einer Einzelausstellung bei Rotwand praesentieren zu duerfen.

Clare Goodwins kuenstlerische Praxis umfasst Malerei, Zeichnung und massstabsgetreue Bronzeplastiken. Auch wenn sie haeufig zwischen diesen Medien wechselt, bleibt ihr Interesse immer auf die gleiche Thematik fokussiert: Ihre Inspirationsquellen liegen in den ausrangierten Bekleidungsstuecken und den alten "Schoener Wohnen"- Magazinen, die sie auf ihrer leidenschaftlichen Suche in Brockenhaeusern - "den Museen des Ungewollten" - entdeckt. Unter dem Titel "Still Lived" praesentiert Goodwin eine Reihe geometrischer Kompositionen - Portraets des "Still Lived".

Jenseits dieser rein materiell bezogenen Referenzen, evozieren ihre Arbeiten (ohne dabei nur "retro" zu sein) Bilder der Befindlichkeit gewisser sozialer Schichten und Persoenlichkeiten der 1970er und 1980er Jahre. Goodwin bezeichnet ihre Gemaelde als "Portraets" und gibt ihnen Titel wie "Kim", "Tony", "Pam" oder auch "Doug and Wendy". Sie interessiert sich besonders für das "verheiratete Paar" oder das "geschiedene Paar", in denen sie die typischen Lebensformen jener Zeit, in der sie selber aufgewachsen ist, wieder erkennt. Die vermeintliche Kaelte der geometrischen Abstraktion wird emotional und mittels praeziser Farbharmonien, Dissonanzen und bewusst einbezogener ornamentaler Stereotypen, wie etwa der Streifung der ewig grau-blau diagonal gemusterten Krawatte, aufgeladen mit der aesthetischen Verfassung einer Epoche. Farbflaechen in Orange, Violett und Braun dominieren meist die Leinwaende, rhythmisiert von schwarzen, grauen und weissen Linien und rechteckigen Formen.

Einen ganz neuen Aspekt in Goodwins Arbeit stellt die seit 2008 entstehende Gruppe der Zeichnungen unter dem Titel "Moments of Pleasure Don't Last Forever" dar. Von den gesampelten ekstatischen Gesichtern aus dem Massen-Aufklaerungsklassiker "The Joy of Sex" bis zum abgezeichneten Gemaelde "Seeing Magritte in the Peggy Guggenheim Collection in Venice" reichen Goodwins fluechtige Momente der Lust. Wie in ihrer Hommage an Magritte, aber auch ihren streng auf die Arbeitshoehe von 90 cm bezogenen, beziehungsweise entsprechend gehaengten Kuechenbildern interessiert sich Clare Goodwin in ihren Bildern stets für das massstaebliche Verhaeltnis zwischen dem Gegenstand und seiner Darstellung: so auch in der Bronzeplastik des Blumenkohls mit appetitlichen Haeppchen, welche, waeren sie nicht aus Bronze, die Ausstellungsvernissage wohl nicht ueberdauern wuerden.

Wir freuen uns auf Sie!

Sabina Kohler und Bettina Meier-Bickel

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