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Einzelausstellung: WANG SHUGANG | CIRCLES (vorbei)

31 Juli 2009 bis 19 September 2009
  Wang Shugang
Wang Shugang
Meeting
Bronze, 50 x 32 x 30 cm. Edition 8. Courtesy ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING
2008
 
www.alexanderochs-galleries.com ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING

ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING
Besselstr. 14
10969 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)30 - 24 00 866 80
www.alexanderochs-galleries.com


Der 1960 in Beijing geborene Bildhauer Wang Shugang lebte zehn Jahre im Ruhrgebiet und lernte dort Freiheit wie Einsamkeit kennen. Nach seiner Rückkehr nach Beijing als Vierzigjähriger kehrten sich diese Erfahrungen in ihr Gegenteil um und aus dieser Ambivalenz kultureller Erfahrungsmuster schöpft der Künstler seine Form.

Wang schuf während der letzten neun Jahre einige skulpturale Grundtypen, die scheinbar von europäischer Figuration des Realismus im 20. Jahrhundert ebenso ausgehen, wie sie sich angeblich aus buddhistischer Ikonographie oder der Trivialität chinesischer Alltags-Kultur entwickeln. Der 'fegende Mönch', der 'Lama', der 'Sitzende' oder der 'Kugel-Spieler'. Aus diesem äußerst reduzierten Repertoire in den Farben rot, weiss und 'bronze' entwickelt der Künstler eine Sprache, die sowohl mit der aus dem Material resultierenden kulturellen Differenz spielt, wie sie den westlichen wie fernöstlichen Kanon zur Disposition stellt.

Das 'Rot' der buddhistischen Mönche ist einerseits industriell hergestellte Farbe, wie es andererseits dem 'Rot' der Kommunistischen Partei Chinas entspricht. Das 'Weiss' überhöht in Form von Neonlicht die 'erleuchteten' Lamas, andererseits arbeitet der Künstler dieses Motiv inklusive der sie tragenden Stelen aus weißem Marmor und initiiert damit zweierlei: Bild und Bildträger formulieren sich in einer Einheit, die Idee des 'Heiligen' in der westlichen Buddhismus-Rezeption wird karikiert. Die Wiederholung und Reihung zur Gruppe schafft 'Brands', vergleichbar seriell gefertigter Industrieprodukte. Durch die Höhe seiner Stelen zitiert er ägyptische wie neo-klassizistische Präsentationsformen und stellt hier die westliche Auffassung der seit der Aufklärung geltenden Überhöhung des individuellen Genius in Frage.

Die seriell geschaffenen Skulpturen Wang Shugangs treten nie alleine auf - der Künstler installiert Reihungen, Paarungen oder kreisförmige Anordnungen - aber trotz aller kollektiven Zugewandtheit zeigt sich in jeder Skulptur doch die Idee der isolierten Existenz.

Die Ausstellung CIRCLES zeigt acht unterschiedliche Skulpturen-Gruppen.

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