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Gruppenausstellung: Qin Yufen, Zhu Jinshi, Chi Peng und RongRong & inri - BEAUTY BERLIN : BEIJING (vorbei)

18 März 2005 bis 6 Mai 2005
  Qin Yufen, Zhu Jinshi, Chi Peng und RongRong & inri - BEAUTY BERLIN : BEIJING
Qin Yufen, Mondfrauen
 
www.alexanderochs-galleries.com ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING

ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING
Besselstr. 14
10969 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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www.alexanderochs-galleries.com


BEAUTY BERLIN : BEIJING | Contemporary photography and sculpture from China

Qin Yufen | Zhu Jinshi | Chi Peng | RongRong & inri


Unter dem Titel ´Über Schönheit´ eröffnet am 17.03.2005 im Haus der Kulturen der Welt, Berlin, eine multimediale und interdisplizinäre Ausstellungsreihe zum Thema Schönheit. Ziel ist es, die kulturell unterschiedlichen Ansätze und Vorstellungen vom Schönen darzustellen, zu diskutieren und zu positionieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf der asiatischen Kunst, im Rahmen derer neue Arbeiten der Installationskünstlerin Qin Yufen, des Künstlers Zhu Jinshi und des Künstlerpaars RongRong & inri vorgestellt werden.

Parallel dazu präsentieren ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING ab 19. März 2005 eine Fusion aus zeitgenössischer, chinesischer Photographie und Skulptur mit dem Titel BEAUTY BERLIN : BEIJING. Neben Chi Peng werden auch hier Werke von Qin Yufen, Zhu Jinshi sowie RongRong & inri gezeigt und thematisch weitergeführt. Als periphere Position sind darüber hinaus die prägnanten Skulpturen des Inders Ravinder Reddy, der kürzlich mit ´IN TRANSIT III` einen phenomenalen Erfolg feierte, zu sehen.

Die Bildhauerin und Installationskünstlerin QIN YUFEN wurde 1954 in Qingdao, Shandong, geboren und lebt sowohl in Beijing als auch in Berlin. Nach ersten, sehr radikalen wie auch politisch begründeten Performances verband die Künstlerin ihre „chinesische Tradition" und ihren „westlichen Alltag" und schuf somit einen Dialog zwischen beiden Kulturen. Mit Hilfe einer ausgeprägten Ästhetik der Materialien, Präzision im Arrangement und perfekt aufeinander abgestimmter Visualität und Akustik setzt Qin den Raum selbst und dessen Inhalt in Szene. So besteht ihre Klanginstallation ´Chan Juan –Mondfrauen´ aus leuchtend gelben, vorrevolutionären Gewändern mit überlangen Röcken und Ärmeln. Material (Seide als Luxusgut, Symbol der Seidenstraße) und Farbe (Gelb = Farbe des Kaisers) haben eine metaphorische Bedeutung und werden somit zu Kultursymbolen.

ZHU JINSHI zeigt die raumhohe Papierskulptur ´Gazing at Flowers through the Mist II´ aus traditionellem Reispapier, einem seiner bevorzugten Materialien. Diese beleuchtet der Künstler rückseitig mit gelbem und rötlichem Licht und bringt das Material auf diese Weise zum Leben. Die Photographie ´Post-Buddhist´ gewährt einen Blick durch Zhus Atelierfenster in einen Pekinger Innenhof; die kleine Buddhastatue vor dem Fenster steht im thematischen und optischen Mittelpunkt. Wie Qin Yufen pendelt auch Zhu Jinshi zwischen Berlin und Beijing, West und Ost, und sieht sein Leben und seine Arbeit als kritische Rekonstruktion traditioneller chinesischer Kultur.

Der 1981 geborene Pekinger Photograph CHI PENG ist mit dem Werk ´Sun´ vertreten, welches aufgrund seiner schieren Länge und dominanten Rotfärbung einen imposanten Eindruck hinterlässt. Wie auch bei früheren Arbeiten wird die Photographie von jungen Männern bestimmt, die – nackt – vor dem Hintergrund einer markanten Pekinger Szenerie laufen, dieses Mal jedoch im Kontrast zu zahlreichen, bekleideten Protagonisten stehen. Letztere, ganz im Look des „sportlichen Westens", sitzen z.T. unbeteiligt, z.T. in der Rolle des Beobachters, auf Parkbänken. Durch die fragmentarische Bildkomposition, die verschiedenen Bewegungsstadien der Läufer und die optische Unterbrechung des Photos durch eine Baumallee wird der Betrachter in eine Art Daumenkino versetzt. Tropfenförmigen Blasen, die von der Decke zu hängen scheinen und nackte Körper in sich tragen, unterstreichen den Eindruck einer fremdartigen, gar surrealen Welt.

Ganz naturbelassen und dennoch nicht weniger spannend präsentiert das Photographenpaar RONGRONG (* 1968) und inri (* 1973) seine 16-teilige s/w Photoserie ´RongRong& inri in Fujisan, Japan´ und ziehen mit ihren emotionsgeladenen Selbstportraits den Zuschauer in ihren Bann. Ob Hand in Hand vor einem gewaltigen Berg stehend, vergnügt durch die Landschaft tollend oder zielstrebig hintereinander den Sand durchquerend – die nackten Körper der beiden Künstler werden stets in einen reizvollen Kontrast zur beeindruckenden Landschaft Fujisans gesetzt.

Ausstellungsdauer: 19. März - 06. Mai 2005 | Di - Sa 11 - 18 Uhr

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