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Einzelausstellung: Markus Muntean / Adi Rosenblum - Far away from why (vorbei)

19 März 2005 bis 30 April 2005
  Markus Muntean / Adi Rosenblum - Far away from why
Muntean / Rosenblum, Untitled (The room was a pool...), 2005, Öl auf Leinwand, 220 x 260 cm, MUN0003
 
  ARNDT

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Arndt & Partner freuen sich, mit der Einzelausstellung des Künstlerpaares Muntean/ Rosenblum die Zusammenarbeit zu beginnen und die Künstlerliste der Galerie um diese wichtige Position zeitgenössischen Kunstschaffens zu erweitern.

Die Arbeiten von Muntean/ Rosenblum sind von jungen, gut aussehenden Menschen bevölkert, die stilsicher nach dem letzten Modetrend gekleidet sind. Auf den ersten Blick scheinen sie mit beiden Beinen fest auf dem Boden ihrer Zeit zu stehen. Im System dieser scheinbar harmonischen Bildwelten macht sich jedoch schleichend ein Fehler bemerkbar. Durch den leeren Ausdruck in den Augen, wirken die jugendlichen Figuren in ihrer eigenen Umwelt vollkommen deplaziert. Sie haben zwar gelernt das durch die Medien übermittelte Bild von Jugend und modischer Schönheit einzuverleiben, bleiben jedoch als sinnentleerte Produkte einer MTVisierten Gesellschaft zurück, einzig Zielgruppe der Werbeindustrie.

Und doch spiegelt eine weitere Bildebene, die des rätselhaften, zum Teil philosophisch-poetischen Bildtextes, die Suche nach mehr wieder. Handelt es sich hierbei um die Gedanken einer portraitierten Person? Oder sind es vielmehr Zitate, die den so unbeschwert wirkenden jungen Menschen in den Mund gelegt sind, die sie konterkarieren oder aber um eine Geistestiefe ergänzen, die ihnen selbst noch nicht bewusst ist? Diese Bildunterschriften implizieren die Sehnsucht nach Geborgenheit und Anerkennung, nach Zuneigung sowie die Frage nach einem erfüllenden Lebensziel und lassen die Portraitierten unverwechselbar werden.

Muntean/ Rosenblum bedienen sich in ihren Arbeiten tradierter kunsthistorischer Darstellungsweisen, um bestimmte Gefühlsmomente zum Ausdruck zu bringen. Durch diese Transferleistung offenbart das Künstlerpaar, dass die selben Gebärden in unterschiedlichen Epochen mitunter völlig gegensätzliche Bedeutungen haben. Eine Pose, die an christliche Kreuzigungs- oder Märtyrerdarstellungen erinnert, verarbeiten Muntean/ Rosenblum beispielsweise bei einem sich lasziv krümmenden Jugendlichen, der von Apathie und Langeweile gezeichnet ist.

Neben den klassischen Medien Leinwand und Papier lassen Muntean/ Rosenblum ihren Remix aus tradierter Kunstgeschichte und gesellschaftlichem Jetzt auch in Filmen und installativen Raumkompositionen anschaulich werden.

Der Österreicher Markus Muntean und die Israelin Adi Rosenblum haben 1992 in ihrer künstlerischen Arbeit zusammengefunden und kollaborieren seither unter dem Label Muntean/ Rosenblum. Sie leben und arbeiten in ihren Studios in London und in Wien. Zahlreiche Einzelausstellungen in renommierten Museen prägen ihre gemeinsame Ausstellungsgeschichte: Erst im vergangenen Jahr widmete ihnen die Londoner Tate Britain sowie das Australien Centre for Contemporary Art in Melbourne umfangreiche Soloausstellungen. Die Liste der Gruppenausstellungen umfasst alleine im Jahr 2004 Stationen von der Sao Paolo Biennale, der Saatchi Gallery in London, über das Museum für Angewandte Kunst in Wien bis zum Museum für Fotografie in Braunschweig. In Berlin waren zuletzt mehrere großformatige Leinwandarbeiten auf der 2. Berlin Biennale 2001 zu sehen.

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