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Einzelausstellung: Rita McBride - Blindsided and Divided (vorbei)

3 Oktober 2009 bis 14 November 2009
  Rita McBride - Blindsided and Divided
Rita Mcbride,
Funkturm Panel (orange), 2001, Porcelain enamel on steel. Edition of 3, ed. 1/3, 183 x 91.5 x 2.5 cm.
M36.RIM.00027.O
 
  Mai 36 Galerie

Mai 36 Galerie
Rämistrasse 37
8001 Zürich
Schweiz (Stadtplan)

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tel +41 1 261 68 80
www.mai36.com


Wir freuen uns, neue Arbeiten der in New York und Düsseldorf lebenden Bildhauerin und Installationskünstlerin Rita McBride (*1960 in Des Moines, Iowa) präsentieren zu können. Ihr vielschichtiges Werk wird seit Ende der achtziger Jahre regelmässig international in Museen und Galerien präsentiert und in vielen Städten wie Los Angeles, Paris, Amsterdam, Berlin stehen ihre monumentalen Skulpturen. Nach ihrem Abschluss 1982 am Bard College, Annandale-on-Hudson, New York, setzte Rita McBride ihre künstlerische Ausbildung am California Institute of the Arts bei John Baldessari fort und beendete ihr dortiges Studium 1987 mit dem Abschluss Master of Fine Arts. Seit 2003 ist Rita McBride Professorin für Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Gemeinsam mit der Annemarie Verna Galerie vertritt die Mai 36 Galerie die Künstlerin seit 1999. Das Kunstmuseum Winterthur zeigt 2010 eine Übersichtsausstellung von Rita McBrides Werken. Rita McBride setzt sich mit ihren meist Raum sprengenden Installationen mit Architektur, Skulptur und Design auseinander, so wenn sie Formen wie Garagen, Vordächer, Leitungssysteme oder Stadtpläne in einen Kunstkontext überführt. Durch die Verwendung von Bronze, Vinyl oder Glas transformiert McBride das Alltägliche ins Ikonische und/oder formuliert gesellschaftskritische Kommentare.

Die in der Mai 36 Galerie gezeigten Arbeiten referieren mehrmals auf Le Corbusier. So hat Rita McBride in Semi-Revolving Divider 405 die Struktur der imposanten Türen für das Parlamentsgebäude in Chandigarh in die Innenräume der Galerie übertragen. Damit definiert sie die Dimensionen und Proportionen der Räume neu und lädt sie mit den farbintensiven (TV) "color test" Tapisserien atmosphärisch auf. Die Öffnung zwischen zwei Räumen nimmt eine breite, halb drehbare Türe aus Holz und Laminat ein. Formal ähnelt sie einer Ellipse und anstelle des Türgriffs ist ein kleines Regal angebracht. Allerdings dreht sich die Türe nicht wirklich, sondern verfügt über einen leicht bewegbaren Mechanismus, so dass man sie nur ein wenig anschieben muss, um hindurch zu gelangen. Der leichte Verschiebungseffekt der Türe bringt etwas Fliessendes ins Spiel, obwohl die Türe eher an eine Wand als an ein Objekt gemahnt. Auch die auf einer Plattform ruhende bronzene Bodeninstallation Settlements (Chandigarh, India), 2009, nimmt mit der in der Installation vorhandenen orthogonal ausgerichteten Form Bezug auf Le Corbusiers Stadtplan von Chandigarh. Der brillanteste Theoretiker des Neuen Bauens begegnet uns ebenfalls in McBrides neuem Print-Projekt. Es beruht auf der Neon-Arbeit A Little Bit Of Dust? von 1993 und stellt einen von Le Corbusier konzipierten „City of Tomorrow" Plan dar.

Mit ihren Arbeiten beteiligt sich Rita McBride am aktuellen Diskurs, der neuere Theorien in Architektur und Stadtplanung aufnimmt und zunehmend die Kunstkritik und die ästhetische Theorie beeinflusst. Dabei hinterfragt die Künstlerin architektonische Stereotypen, den egalitären Charakter der Stadtplanung und Architektur, namentlich ihre serielle Produktion und Normung, und die daraus resultierenden sozialen Folgen, wie Orientierungslosigkeit und Identitätsverlust. So geben ihre Skulpturen den Anstoss zu Fragen, die unsere globale Zivilisation und den sozialen Zusammenhalt betreffen. [Text: Dominique von Burg]

Vernissage ist am Freitag, 2. Oktober 2009 von 18.00 bis 20.00 Uhr. Rita McBride wird anwesend sein. Auf Anfrage lassen wir Ihnen gerne Bildmaterial zukommen (office@mai36.com). Wir freuen uns, Sie in der Galerie zu begrüssen und danken Ihnen für Ihr Interesse.

Mai 36 Galerie

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