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Einzelausstellung: Carsten Höller - Vogel Pilz Mathematik (vorbei)

1 Mai 2009 bis 20 Juni 2009
  Carsten Höller - Vogel Pilz Mathematik
Carsten Höller, Gesangskanarienmobile (Singing Canaries Mobile), 2009
 
  Esther Schipper

Esther Schipper
Schöneberger Ufer 65
10785 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)30 37 44 33 133
www.estherschipper.com


Carsten Höller
Vogel Pilz Mathematik

01. Mai – 20. Juni 2009

Eröffnung: Freitag, 1. Mai 2009, 18-21 Uhr

Zum diesjährigen Gallery Weekend Berlin zeigt Esther Schipper in der fünften Einzelausstellung von Carsten Höller in der Galerie neue Arbeiten. Von der Decke des vorderen Ausstellungsraumes hängt ein großes, mattgraues Mobile mit sieben runden Käfigen herab, in denen sich jeweils ein lebender Gesangskanarienvogel befindet. Der Raum ist in Magenta gestrichen. Die Anordnung der einzelnen Elemente des Mobiles ist die räumliche Umsetzung eines einfachen mathematischen Schemas. Ausgehend von der geometrischen Form des Quadrates handelt es sich hierbei um dessen stetige Halbierung. Bereits 2007 realisierte Carsten Höller in Shawinigan, Quebec die Arbeit The Belgian Problem, wo er über lebendige Stare in grossen Volieren mit Akustik und Kommunikation experimentierte. In der jetzigen Ausstellung wird der Besucher mit den variierenden Dialekten unterschiedlicher Gesangskanarien konfrontiert. Formal wird durch das Mobile die Vorstellung des « Schwebens » zusätzlich durch die in den Käfigen sitzenden Vögel verstärkt. Es ist eine Anordnung « zur Messung der Schwere des Gesangs ».

Das mathematische Schema der Doppelung und Halbierung wird von Höller auch im Nebenraum der Galerie aufgegriffen, wo eine Serie von drei Pilzvitrinen aufgestellt ist. Dabei handelt es sich um Doppelpilze - halbierte und neu zusammengesetzte Abgüsse unterschiedlicher Pilzarten, immer mit der Hälfte eines Fliegenpilzes kombiniert. Einige der Pilze sind in natura essbar, andere nicht.

Drei quadratische Gemälde zeigen den schematischen Ausgangspunkt, von dem aus das Mobile entwickelt wurde. In diesem Zusammenhang greift auch das farbige Einfassen der Wände stark in die Erfahrung ein.

Auch das Büro der Galerie wurde vom Künstler zum Ausstellungsraum umgestaltet. Dort wird eine 9-teilige Druckserie mit goldenen Kanarienvogelmotiven auf einer in zartmint gestrichenen Wand gezeigt, die Carsten Höller zusammen mit Niels Borch Jensen realisiert hat und die nun zum ersten Mal im Rahmen der Ausstellung zu sehen sein wird.

Carsten Höller lebt und arbeitet in Stockholm. Zuletzt realisierte er im Londoner Stadtteil Islington den inzwischen legendären The Double Club (mit Fondazione Prada). Außerdem nimmt er neben weiteren Projekten in diesem Jahr an der von Daniel Birnbaum verantworteten Ausstellung « Making Worlds » zur 53. Venedig Biennale teil.
Für weitere Informationen oder Bildmaterial kontaktieren Sie bitte Nina Köller unter koeller@estherschipper.com

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