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Einzelausstellung: Herbert Brandl - Spektrolith (vorbei)

14 November 2009 bis 29 Januar 2010
 
 
www.galeriethoman.com Galerie Elisabeth & Klaus Thoman

Galerie Elisabeth & Klaus Thoman
Maria-Theresien-Straße 34
A 6020 Innsbruck
Österreich (Stadtplan)

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tel +43 (0)512 - 57 57 85
www.galeriethoman.com


Vor zwei Jahren zeigten wir unmittelbar im Anschluss an Herbert Brandls Österreich Pavillon an der Biennale Venedig 2007 neueste Werke für die Herbert Brandl im später publizierten Katalog den Titel Fata Morgana einführte. In der Ausstellung in den Deichtorhallen in Hamburg (April - August 2009) setzte Brandl diesen waghalsigen Balanceakt zwischen Figuration und Abstraktion in zum Gutteil großformatigen Gemälden fort. Mit unserer aktuellen Ausstellung Spektrolith nimmt Herbert Brandl Bezug auf natürliche Farbformvielfalt, die in seiner aktuellsten Malerei Landschaftliches ebenso wie reines Licht und Farbe assoziiert.

[…] Brandls Gemälde sind ambivalent und entziehen sich einer eindeutigen Rezeption und Analyse. Sie changieren zwischen Gegenstandsbezug und Abstraktion. Allzu trügerisch erscheint der romantische Aspekt des Abendrots, des tobenden Szenarios der Wolkenzüge und des Wetterleuchtens auf dem Tafelbild. Feuriges Rot, sfumatohafte Verschleierung, Sonnenlicht, die nur mühsam die diffuse Atmosphäre durchbrechen. […]
Das Bild gewinnt mit seinem Farbfeldcharakter eine gesteigerte Autonomie. Wo Tiefenwirkung aufkommt, dort setzt Brandl einen spröden Pinselstrich entgegen, übertüncht den Schein des Sonnenlichts oder dem Atmosphärischen der Nebelschwaden. Farbe rinnt die Leinwand herunter, und verdeutlicht sogleich die faktische Flachheit des Mediums Malerei. […] Brandls Haltung zur Malerei ist eine dezidiert offene, die ein großes Spektrum in diesem Medium zulässt. Florian Steininger 2002

[…] Zu Beginn jedes Jahrhunderts stehen die Künstler vor der Herausforderung, sich dem neuen Jahrhundert mit seinen meist zuvor kaum zu ahnenden Vorgängen und Entwicklungen zu stellen. Sich von dem heimlichen und expliziten Normen der bedeutenden Kunst des frühen Jahrhunderts freizuspielen, einen neuen Freiraum für die Kunst zu erfinden, war dabei für die wichtigen Künstler nie eine Erfindung ex nihilo, sondern eine Art Akt hegelscher „Aufhebung", der das Kind nicht mit dem Bade ausschüttet und selbst wiederum die Malerei des abgelaufenen Jahrhunderts in neuer Weise sichtbar und erlebbar macht. Eine solche Qualität führt die Malerei von Herbert Brandl aus den 2000er Jahren vor Augen. Sie lässt die Tradition des 20. Jahrhunderts nicht mehr als Belastung spüren, sondern beschreitet radikal neue, vereinfachte Wege der Kombination von Licht und Farbe und zieht aus der allgegenwärtigen Verfügbarkeit der fotografischen Bilder im Zeitalter der Digitaltechnik die Schlussfolgerung, dass man aus der distanzierten Erinnerung an bestimmte dieser Bilder scheinbar klassische Gemälde von besonderer Frische, Spannung und Erfindungskraft malen kann. Robert Fleck 2009

Herbert Brandl, geboren 1959 in Graz, seit 2004 Professur Kunstakademie Düsseldorf.

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