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Einzelausstellung: João Maria Gusmão + Pedro Paiva - "The foot removes the sock which takes off the shoe which leaves the footprint…" (vorbei)

28 Mai 2010 bis 14 August 2010
  João Maria Gusmão + Pedro Paiva -
João Maria Gusmão + Pedro Paiva, About the Density of Water, 2009, 16mm film colour, no sound, 0.47 min. Co-Produced by: Centro Cultural Inhotim, Minas Gerais,
 
  Sies + Höke

Sies + Höke
Poststraße 2+3
40213 Düsseldorf
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)211 - 301 43 60
www.sieshoeke.com


Wegen des großen Interesse wurde die Ausstellung vom 10. Juli 2010 bis zum 14. August 2010 verlängert.

Pressemitteilung

Sies + Höke zeigt erstmalig eine Ausstellung mit Werken der portugiesischen Künstler Gusmão und Paiva (*1979 / 1977). Gusmão und Paiva arbeiten seit 2001 gemeinsam an Kurzfilmen, Skulpturen und Installationen, und vertraten 2009 ihr Heimatland auf der Biennale von Venedig. In dieser Ausstellung werden neun Filme, eine raumgreifende "umgekehrte" Camera Obscura und drei Bronze-Skulpturen gezeigt.

Gusmão und Paiva produzieren ihre Kurzfilme mit einfachsten Mitteln, in sparsamer Bildsprache und ohne Ton, sie drehen mit Amateurschauspielern und gestalten Spezialeffekte bewusst ohne großen technischen Aufwand. Die Filme selbst erinnern in ihrer Ästhetik an die Stummfilme der 1920er Jahre. Inhaltlich wechseln sie spielerisch zwischen aufklärerischen, experimentellen, magischen und philosophischen Tendenzen und beschwören so mal absurde, mal träumerische Welten.

Den tragikomischen und scheinbar unsinnigen Elementen im Werk Gusmão und Paivas werden zahlreiche Vorbilder zugeschrieben, neben Nietzsche und den Existenzialisten wie Beckett, Camus, Ionesco und Kafka gelten als Referenz auch die Filme Bas Jan Aders und das klassische Slapstick-Kino. Bestimmt wird das Werk der beiden Künstler allerdings auch durch ihr offenkundiges Interesse an übersinnlichen Phänomenen, Alchemie und Okkultismus. In anderen Werken, wie beispielsweise der Camera Obscura, beschäftigen sie sich wiederum fast wissenschaftlich mit den Funktionen von Sicht, Illusion und Täuschung und untersuchen so die Komplexität von Bildproduktionen.

Mittels dieser umfassenden Bezüge erforschen Gusmão und Paiva die Rolle des Einzelnen im Zentrum einer unerklärlichen Welt. Sie misstrauen der Vorstellung einer universellen Wahrheit oder Geschichte, und geben zumindest scheinbar vor, den klassischen Existenzialismus einer rationaleren Lesart der Welt vorzuziehen.

João Maria Gusmão and Pedro Paiva leben und arbeiten in Lissabon. Einzelausstellungen fanden statt in der Ikon Gallery, Birmingham (2010), im Mercer Union Centre for Contemporary Visual Art, Toronto (2009), im Kunstverein Hannover (2009), im CCA Wattis Institute for Contemporary Arts, San Francisco (2008) und im Museu de Arte Contemporáneo de Castilla y León (2007). Gruppenausstellungen beinhalten u.A. Magic Show, touring exhibition organised by The Hayward Gallery, London (2010), Leopards in the Temple, Sculpture Center, New York (2010), La 53 Biennale di Venzia, Venice (2009), Manifesta 7 - European Biennial of Contemporary Art, Rovereto (2008), VI Bienal de Mercosul, Porto Alegre (2007) und XXVII Bienal de São Paulo, São Paulo (2006).

Bibliografie (Auswahl)

• Hoffmann, Jens: Aesthetics of Existence. In: CCA Wattis Institute for Contemporary Arts: Passengers. San Francisco, März 2008.
• Leoni, Chiara: Scaling Mount Analogue. In: Mousse Magazine, Nr. 15, Oktober 2008.
• Rabottini, Alessandro: João Maria Gusmão and Pedro Paiva - Pulling Strings. In: MAP Magazine, Nr. 20, Winter 2008.
• Searle, Adrian: João Maria Gusmão and Pedro Paiva's fried eggs and cosmic events. In: The Guardian, 4. Februar 2010, S. 22.
• Sharp, Chris: Pedro Paiva & João Maria Gusmão. In: Frieze, März 2008.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: hanne@sieshoeke.com, Hanne Tonger-Erk

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