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Einzelausstellung: Arnulf Rainer - Malerei (vorbei)

10 April 2010 bis 27 Mai 2010
  Arnulf Rainer
Arnulf Rainer
Ohne Titel
Acryl auf Papier/ acrylic on paper 56 x 42 cm. Rai/P 100002. Foto/Courtesy Galerie Elisabeth & Klaus Thoman
2010
 
www.galeriethoman.com Galerie Elisabeth & Klaus Thoman

Galerie Elisabeth & Klaus Thoman
Maria-Theresien-Straße 34
A 6020 Innsbruck
Österreich (Stadtplan)

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tel +43 (0)512 - 57 57 85
www.galeriethoman.com


In unserer aktuellen Ausstellung zeigen wir noch nie gezeigte Malerei aus den späten 1990er Jahren: Schleierbilder und Blattmalereien stehen Mikrokosmos Makrokosmos Bildern und Neuen Hand- und Fingermalereien gegenüber. Sind die einen in dünnen lasierenden Farbschichten direkt auf die offenporige Holzplatte gemalt und verbinden sich mit dieser zu transzendent leuchtenden Farbkörpern, so bauen sich die anderen durch flüssige Farbe auf porösem und aufgerautem, perforiertem und zerkratztem Malgrund zu matt schimmernder Velour artiger Textur auf oder haben gestreichelt dünne Farbspuren durch Rainers Hände auf weißem Grund oder pastos und dunkel in Dunkel dynamisch gestisch aufgepackte Farbberge. Rainers Malerei entfaltet sich seit den 1950er Jahren in dialektischer Spannung zwischen den Polen eines ruhigen, meditativen Farbauftrages und einer körperlich-kraftvollen Expressivität. Seine Methode des langsamen „Übermalens", die häufig in fast monochrome Gemälde führt, steht in Kontrast zu den in hoher Geschwindigkeit hergestellten, gestischen und körperbezogenen Werkserien wie den Fingermalereien oder den Face Farces.
(Alte Pinakothek München zur Ausstellung Arnulf Rainer Der Übermaler 10.-06. - 05.09.10) Mit seinen neuesten Arbeiten auf Papier schließt Rainer an frühe Bilder aus den 1950er 1960er Jahren oft betitelt mit Überdeckung oder Schwung an: entschiedene dunkle Setzungen auf hellem Grund.

Arnulf Rainer, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler, ist 1929 in Baden bei Wien geboren. 1981 bis 1995 war er Professor einer Meisterklasse für Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien. 1978 erhält er den Großen Österreichischen Staatspreis, 1981 den Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt und 1989 den Großen Preis des International Center of Photography New York, 2003 als dritter Künstler nach Baselitz und Polke Auszeichnung mit dem Rhenus Kunstpreis, 2006 erhält er als erster nicht spanischer Künstler den Aragón-Goya Preis für sein Lebenswerk und seine künstlerische Verwandtschaft zu Francisco de Goya. Seine Werke wurden und werden in den wichtigsten Museen weltweit gezeigt u.a. 1979 Biennale Venedig, 1980 documenta 7, 1984 Centre Georges Pompidou Paris, 1989 Solomon R. Guggenheim Museum New York, 2002 widmet die Pinakothek der Moderne in München Rainer einen Raum, in dem seine Werke permanent gezeigt werden, 2009 Eröffnung des Arnulf-Rainer Museums in Baden bei Wien. Arnulf Rainer lebt in Wien, Oberösterreich, Bayern und Teneriffa.

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