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Gruppenausstellung: Amelia Bywater / Lars Morell / Emilie Pitoiset / Tobias Spichtig - The Show with No Name (vorbei)

25 Juni 2010 bis 7 August 2010
  Amelia Bywater / Lars Morell / Emilie Pitoiset / Tobias Spichtig - The Show with No Name
Tobias Spichtig, 2010. Courtesy Katz Contemporary, Zürich
 
  Galerie Jette Rudolph

Galerie Jette Rudolph
Strausberger Platz 4
10243 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)30 - 613 03 887
www.jette-rudolph.de


Wegen des großen Interesse wurde die Ausstellung vom 31. Juli 2010 bis zum 7. August 2010 verlängert.

Die Auseinandersetzung mit dem Fotografischen als Relikt bzw. zufälligen Ausschnitt der Welt führt in „The Show with No Name" vier Künstlerpositionen zusammen, die in ihrer Arbeit moderne Medien nutzen und das Fotografische in ihre Konzepte einfließen lassen. In Anlehnung an die gleichnamige TV-Serie aus Austin/Texas, die ephemere Elemente des Fernsehen, Kino, der Musik und der Dokumentation kombiniert, liegt der Fokus der Ausstellung auf der konsequenten Kombination verschiedener Medien zur Schaffung eines Bilddiskurses, der sich an die konzeptuelle Fotografie anlehnt. Dieser beruht in seiner Grundfassung auf Selbstreflexion sowie der Untersuchung von Wahrnehmung des Äußeren und des Anderen.

Da die Fotografie als Gegenstand der Kunst in ihrer Entstehung erst größeren Anklang in der Bewegung der Conceptual Art in den 60er Jahren fand, ist zu verfolgen, dass das Medium in den Jahren danach nicht mehr im Vordergrund der Kunstproduktion stand aber immer wieder auftauchte. Beachtlich heute jedoch ist, dass das Fotografische in einer erweiterten Form als immanenter Bestandteil der Produktion junger Künstler Verwendung findet. In erweiterter Form deshalb, weil neue technische Möglichkeiten sowie ein fundamental verändertes Bildverständnis zu einer Erweiterung des Fotografiediskurses hin zu einem Bilddiskurs führen, in welchem transmediale Vorgehensweisen selbstverständlich sein müssen. Mit der Allgegenwärtigkeit von Fotografie als Alltagsmedium und dem uneingeschränkten Zugang zu Bildarchiven sind diese Künstler nicht mehr als Fotografen, die sich mit Kunst beschäftigen, sondern als Kinder des Konzepts, denen das fotografische Bild selbstverständlich als Mittel zum Zweck dient, zu verstehen.

Amelia Bywater (NZ), Lars Morell (N), Emilie Pitoiset (FR) und Tobias Spichtig (CH) wenden in ihrer Arbeit unterschiedliche Strategien an, die den Umgang mit dem Fotografischen einbeziehen, gar voraussetzen. Das Hinterfragen der scheinbaren Realität trifft auf die Untersuchung des Bilds zwischen Dokumentation und Archiv. Dient das Fotografische zum einen als Bildträger, finden sich in anderen Arbeiten Ansätze der Spiegelung oder des veränderten Wahrnehmungsprozesses. Dabei zeichnen sich die Arbeiten durch eine Auseinandersetzung mit konzeptueller Fotografie aus, legen ihren Fokus aber auf das Fotografische, welches im Konzept platziert wird. Dieser Konstruktionsprozess gipfelt in der Bedeutungsproduktion der einzelnen künstlerischen Werke.

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