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Einzelausstellung: Max Weiler Zum 100. Geburtstag (vorbei)

3 Juli 2010 bis 11 September 2010
  Max Weiler
Max Weiler
Exhibition view
2010
 
www.galeriethoman.com Galerie Elisabeth & Klaus Thoman

Galerie Elisabeth & Klaus Thoman
Maria-Theresien-Straße 34
A 6020 Innsbruck
Österreich (Stadtplan)

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tel +43 (0)512 - 57 57 85
www.galeriethoman.com


Zum 100. Geburtstag von Max Weiler widmen wir dem großen österreichischen Maler eine umfangreiche Ausstellung, die vor allem kaum publizierte Meisterwerke präsentiert. Das Spektrum reicht vom figurativ geprägten Frühwerk der 1940er Jahre über die Marksteine der malerischen Abstraktion der 1960er Jahre und die lyrisch reduzierten Arbeiten der 1970er Jahre, bis hin zum farbenkräftigen impulsiven Spätwerk.

Die abstrakte Bildgestaltung gewinnt Ende der 1950er Jahre gegenüber dem Mimetischen des Motivs an Überhand. Im folgenden Jahrzehnt entsteht Max Weilers wohl prominentester Werkzyklus Als alle Dinge. Aus der Malerei selbst entsteht Natur. Kräftige Pinselstrichbahnen fügen sich zu mächtigen Naturereignissen. Hier steht Weiler den Protagonisten des Abstrakten Expressionismus, allen voran Willemde Kooning, nahe, eine malerische Verbindung zwischen Expression und gespeicherter Impressionen von Umgebung. Diese abstrakt landschaftliche Qualität zeigt sich in gesteigerter Form im Zyklus Wie eine Landschaft, geprägt durch erdige Farbgebungen und grafische Strukturen. Oft definiert der Raum, die Leere spannungsreich die Komposition.

In diesen Bildern begreift sich Max Weiler als Wanderer, der aus dem Gedanken an die prachtvolle monumentale Natur schöpft und aus der beseelten Erinnerung seine abstrakten Landschaftsbilder malt. Wie schon in den späten 1940er Jahren zeigen die Arbeiten in der ersten Hälfte der 1970er Jahre eine gesteigerte Farbenpracht. Ja geradezu übertrieben und künstlich strahlen diese Werke aus, wie schillernd bunte Korallenriffe mit ihrer üppigen Fauna und Flora. Diametral entgegengesetzt verhalten sich dazu die darauf folgenden atmosphärischen Landschaften, mit feinen Ziselierungen auf meditativen Gründen im kargen Kolorit. Aus dem sensitiven Abdruck des abstrakten Malprozesses entsteht ein reines Gefühl für Natur. In den 1980er Jahren erblühen Max Weilers abstrakte Landschaften, Paradiesesgärten mit prachtvollen Farben, durch großen Pigmentanteil verstärkt: ein Mohnblumenrot, feuriges Gelb, ein sattes Grün, ein tiefes Violett - lebensbejahende Frische, Dynamik und Monumentalität, die Weilers Spätwerk auszeichnen.

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