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Einzelausstellung: Jochen Plogsties - The Wool Winder, The Lake (vorbei)

20 November 2010 bis 22 Januar 2011
  Jochen Plogsties - The Wool Winder, The Lake
Jochen Plogsties, »14-10 (Detail aus der Allegorie der Erlösung)« 2010, Öl auf Leinwand, 60 × 50 cm
 
  Parrotta Contemporary Art - Stuttgart

Parrotta Contemporary Art - Stuttgart
Augustenstr. 87-89
70197 Stuttgart
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)711 - 69 94 79 10
www.parrotta.de


In den Gemälden von Jochen Plogsties spielen Bezugssysteme zwischen Original und dessen medialer Vermittlung eine entscheidende Rolle. In seiner neuen Werkserie bedient sich Plogsties vorrangig Bildvorlagen aus der Kunstgeschichte, die über Ausstellungskataloge, Zeitungen oder das Internet übermittelt werden. Hierbei vollzieht er als Maler einen paradoxen Akt der Wiederaneignung. Abdrucke oder Ablichtungen der ursprünglichen Gemälde werden von ihm zurück ins Malerische übersetzt. Dabei blendet er die mediale Vermittlung des Originals nicht wieder aus, sondern stellt auf seinen Gemälden mitunter auch die Ränder eines Computerausdruckes einer Charitas-Version Lucas Cranachs dar. Wie viel Cranach ist noch zu finden im Raster der Tinte auf Papier, das heute als Vorlage im Atelier des Künstlers liegt? Die Rückübersetzung eines solchen Blattes ins Malerische ist eine Wiederholung, die sich als schöpferisch erweist, denn die Wiederholung im Gegenwärtigen geht immer mit einer Verschiebung einher, die stets etwas Verschiedenes hervorbringt. Mit dieser künstlerischen Strategie befragt Plogsties sowohl sich selbst als Maler im Wettstreit mit dem vorliegenden Medium als auch die gesellschaftlichen, medial und institutionell gelenkten Prozesse des Erinnerns und Vergessens. So entsteht ein zeitgenössisches Bild, das über unsere Vergangenheit und Gegenwart zugleich berichtet.

Jochen Plogsties (*1974) studierte an der Akademie der bildenden Künste in Mainz bei Friedemann Hahn und an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Arno Rink und zuletzt Neo Rauch, bei dem er als Meisterschüler sein Studium abschloss. 2009 erhielt er das Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen für das internationale Studio- und Kuratorenprogramm (ISCP) in New York und im selben Jahr war er beteiligt an der Ausstellung "Kunst in Leipzig seit 1949" im Museum der bildenden Künste Leipzig.

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