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Einzelausstellung: Hannah Dougherty - Formerly Ordinary - Berlin (vorbei)

5 Februar 2011 bis 26 März 2011
  Hannah Dougherty - Formerly Ordinary - Berlin
Hannah Dougherty
 
  Galerie Martin Mertens

Galerie Martin Mertens
Linienstraße 148
10115 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)30 - 440 433 50
www.martinmertens.com


Das Bild eines lebensgroßen schwarzen Pferdes dominiert die Ausstellung der amerikanischen Künstlerin Hannah Dougherty (geb. 1980 in Philadelphia). Der Glanz des Fells wirkt sehr naturalistisch und man ist fast verleitet die samtige Bildoberfläche zu berühren. Andererseits wird die Perfektion und äußerst detaillierte Malerei bzw. Zeichnung aber gebrochen indem sie unvollendet belassen wird. Der Bildträger besteht aus grob aneinander gefügten Pappen und in bestimmten Teilen des Bildes bleibt die Malerei skizzenhaft, fragmentarisch und erinnert zum Teil an die spontane und unreflektierte Energie von Kinderzeichnungen. Ihre Arbeiten bleiben somit offen und zeigen deutlich deren Entstehungs-prozess. In ihren Werken verbindet Dougherty gefundene Fotos mit Zeichnungen und Malereien zu Collagen und Installationen. Zum Teil werden die Fotos mit streng geometrisch gemalten Mustern oder sehr gestischen und expressiven Malereien kombiniert. Immer behalten sie aber den Charakter von Entwürfen.

Häufig sind ihre Malereien, Zeichnungen, Collagen und Installationen von Mischwesen bevölkert -Figuren zwischen Mensch und Tier oder auch rein tierische Hybridwesen, die der griechischen Mythologie entsprungen zu sein scheinen. Aber auch die üblichen Haustiere wie Wellensittich oder Papagei tauchen auf bzw. Tiere, wie man sie von Illustrationen aus historischen Schulbüchern oder Naturführern kennt.
Die Arbeiten verweigern sich einer eindimensionalen Deutung, aber es ist sicher nicht zu viel inter-pretiert, wenn man als Grundthema die Domestizierung der Natur in Dougherty`s Arbeiten sieht. Die technisch analytischen Illustrationen der Tierwelt, die vielen Werken zu Grunde liegen, sind ebenso ein Hinweis darauf wie ihre Verbindung mit geometrischen Rautenmustern oder die Einbindung der Arbeiten in ganze Behausungen/Hütten, in denen sie gelegentlich ihre Arbeiten ansiedelt.
In Dougherty`s Werk finden sich sowohl Anklänge an den Surrealismus durch die Verschmelzung konträrer Realitäten als auch an die Pop-Art, durch die Verarbeitung von vorgefundenem Bildmaterial aus der Werbung und/oder allgemein der Alltagskultur.

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