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Gruppenausstellung: How to Work (More for) Less (vorbei)

12 Juni 2011 bis 21 August 2011
  How to Work (More for) Less
Installationsansicht von How to Work, Pratchaya Phinthong, Untitled, 2011
Spionglas, Courtesy der Künstler, Im Büro: Fischli/Weiss, 1990, C-Print, 32 × 50 cm
Courtesy die Künstler
 
  Kunsthalle Basel

Kunsthalle Basel
Steinenberg 7
CH-4051 Basel
Schweiz (Stadtplan)

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tel +41 (61) 206 99 00
www.kunsthallebasel.ch


Wir freuen uns, die Eröffnung der neuen Ausstellung How to Work (More for) Less in der Kunsthalle Basel anzukündigen.

Die Ausstellung wurde als eine Reihe von Modifikationen entwickelt, die an den Kunstwerken der vorangegangenen Gruppenausstellung in der Kunsthalle mit dem Titel How to Work vorgenommen wurden. In How to Work sollten die verschiedenen Weisen, wie man heute als Künstler arbeitet, hinterfragt werden. Die Ausstellung versammelte vielfältige Antworten auf die Fragen nach der zugrunde liegenden Motivation für die Produktion von Kunst, nach den von den Künstlern eingesetzten Verfahren sowie nach den Zielen, die sie dabei verfolgen. Untersucht wurde ein Spektrum zeitgenössischer Produktionsweisen von der rhetorischen Ausführung einer typischen Studiopraxis über die Aneignung von vorhandenem kulturellen Material bis zum Verwischen der Grenzen zwischen kommerzieller und künstlerischer Arbeit; von halb unsichtbaren, subversiven Aktionen im öffentlichen Raum bis zur Übertragung der Arbeit an Dritte. Diese Arbeitsmethoden und die Strategien, die sie repräsentieren, können auf verschiedene radikale Entwicklungen in der Kunst des 20. Jahrhunderts zurückverfolgt werden: die Infragestellung der Exklusivität künstlerischer Arbeit durch die Konzeptkunst, die Verwendung von Zufallsverfahren und gefundenen Objekten durch die Dadaisten und Surrealisten, aber auch auf den russischen Produktivismus mit seinem Postulat, künstlerische Arbeit habe als eine der möglichen Formen nicht-entfremdeter Arbeit zu gelten.

Die Idee war, an der bereits "vorhandenen" Ausstellung weiterzuarbeiten und ihr einen neuen Titel zu geben: How to Work Less. Damit ist nicht nur auf eine produktive Pause in der Produktion verwiesen; unterlaufen wird so auch die Forderung nach absoluter Neuheit, welche die Mehrzahl der Kunstausstellungen von heute antreibt, sowie nach Ausstellungen mit möglichst transparenten Voraussetzungen und Inhalten, ein ebenso häufig verfolgtes Ziel in der heutigen Ausstellungspraxis. Durch unseren Vorschlag "weniger zu arbeiten", hofften wir mehr zu erreichen. Eine der teilnehmenden Künstlerinnen, Adriana Lara, machte darauf aufmerksam, dass die Ausstellung, auch wenn sie den ausdrücklichen Wunsch betont, "weniger zu arbeiten", in Wirklichkeit ein beträchtliches Mass an "Kopfarbeit" von allen Beteiligten (von den Künstlern und Kuratoren wie auch vom Publikum) verlangt und schliesslich sogar arbeitsintensiver ist. Daher schlug Lara eine dialektische Änderung des Titels in How to Work (More for) Less vor, was als ihr Beitrag zur Ausstellung übernommen wurde.

Einige der in How to Work gezeigten Werke wurden erweitert, andere neu zusammengestellt, wieder andere werden in reduzierter Form gezeigt oder sogar ganz weggelassen. Lediglich zwei weitere Künstler wurden zu How to Work (More for) Less eingeladen, die nicht bereits an der letzten Ausstellung teilgenommen hatten: Judith Hopf sowie Pedro Wirz, der ein Projekt aus kollaborativen Skulpturen für die Rückwand der Kunsthalle beisteuerte.

Da die ständige Steigerung der Arbeitseffizienz, der Produktivität und des Profits im Wesen des Kapitalismus liegt, gebiert Arbeitsverweigerung einen ökonomischen Alptraum. Die Vorstellung, den "Arbeitsplatz zu verlassen" oder auch nur "weniger zu arbeiten", weist kritisch auf die Unterscheidung von Arbeit und Freizeit hin, die die kapitalistische Organisation von Zeit definiert. Gleichzeitig bedeutet die kritische Distanzierung von der Arbeit mehr Arbeit - und dazu haben die Künstler der Ausstellung sich entschlossen.

Die Ausstellung wurde grosszügig unterstützt von Dreyfus Söhne & Cie AG, Banquiers Basel
Das Rückwandprojekt wurde grosszügig unterstützt von HEIVISCH

How to Work (More for) Less ist eine Weiterführung der Ausstellung How to Work (27.03.-22.05.2011), die von Annemarie Burckhardt grosszügig unterstützt wurde, mit zusätzlicher Unterstützung von Roldenfund.

Vernissage: Samstag, 11. Juni 2011, 19 Uhr
Pressebesichtigung: Freitag, 10. Juni 2011, 11 Uhr

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