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Einzelausstellung: Sebastian Gögel - Kassierer (vorbei)

10 Juni 2011 bis 30 Juli 2011
  Sebastian Gögel - Kassierer
Sebastian Gögel »Verwandlung« 2010, Öl auf Leinwand, 130 x 100 cm
 
  Parrotta Contemporary Art - Stuttgart

Parrotta Contemporary Art - Stuttgart
Augustenstr. 87-89
70197 Stuttgart
Deutschland (Stadtplan)

E-Mail senden
tel +49 (0)711 - 69 94 79 10
www.parrotta.de


SEBASTIAN GÖGEL
Kassierer

Eröffnung STUTTGART
Donnerstag, 9. Juni 2011, 19 - 22 Uhr

Dauer der Ausstellung
Freitag, 10. Juni - Samstag, 30. Juli 2011

Galerie Parrotta Contemporary Art zeigt drei Einzelausstellungen von Sebastian Gögel, Keti Kapanadze und Emeli Theander zusammengefasst unter dem Titel 'Nachtmahre'.

In den Bildern und Skulpturen der drei Künstler/innen verliert die konkrete äußere Welt an Faszination gegenüber der Welt des Subjekts. Die Wahrheit des Subjekts hat immer den Charakter einer Fiktion. Sie ist eine symbolische Konstruktion aus heterogenen Elementen, in der sich Zeugnisse, Zitate und Deutungen des Subjekts mischen. Damit ist die Fiktion jedoch keine bloß „subjektive" oder „relative" Wahrheit, sondern sie ist in erster Linie ein Wirken.

Die ambivalente Wirkmacht von Albträumen, Visionen, oftmals des Grauens, verspricht ein poetisches Potential zwischen Angst und Lust, das die Kunst seit jeher beflügelt. Anhand der „Kunstgeschichte des Grauens" lässt sich feststellen, dass auch diese andere traumatische Welt jenseits der Grenze einer Ordnung unterworfen ist. Diese „Ordnung des Unbewussten" in der Kunst ist durch Stilmerkmale gekennzeichnet, die mit dem Begriff des Formlosen (Bois/Krauss) verbunden sind. Gemeint ist hierbei nicht die Negation der Form, sondern vielmehr die Bewegung ihrer Auflösung, der Prozess der Überschreitung oder Penetration von Körpergrenzen.

Dass Sebastian Gögel seine phantasmagorischen, amorphen Zeichnungen und Gemälde mitunter auch auf menschliche Haut tätowiert, entspricht einer Geste der Grenzüberschreitung, die sich durch seine medienübergreifende Arbeit zieht. In seinen stark deckenden Farben und schwer tropfenden oder quellenden Formen scheint stets eine unterdrückte Kraft gegen einen Widerstand zu kämpfen, die mal explosiv, mal triefend zum Ausbruch kommt. Es formieren sich so Gestalten einer surrealen Welt, in denen Angst, Beklemmung und Gewalt - das gesamte Spektrum des Unbehagens in der Kultur - zum Ausdruck kommen und die Stabilität des Subjekts erschüttern.

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