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Einzelausstellung: Mounir Fatmi - The Angel´s Black Leg (vorbei)

10 September 2011 bis 22 Oktober 2011
  Mounir Fatmi - The Angel´s Black Leg
Moujir Fatmi The Angels´s Black Leg 2011
2 Teile eines dreiteiligen Leuchtkastens, je 100 x 70 cm
 
  Galerie Conrads

Galerie Conrads
Lindenstr. 167
40233 Düsseldorf
Deutschland (Stadtplan)

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www.galerie-conrads.de


CONRADS zeigt MOUNIR FATMI The Angel´s Black Leg
10. September bis 22. Oktober 2011
anläßlich Düsseldorf Cologne Open

Wir freuen uns, mit Mounir Fatmi einen der international renommiertesten Künstler aus dem arabischen Raum in einer Einzelausstellung anläßlich Düsseldorf Cologne Open 2011 in Düsseldorf vorzustellen.

In seinen Installationen, Videos und Objekten thematisiert und kommentiert Mounir Fatmi orientalische wie okzidentale kulturelle Praxis und Kunsttradition, Politik und Religion.

Fatmi, 1970 in Marokko geboren, lebt und arbeitet in Paris und Tanger. An beiden Orten im aktuellen gesellschaftlichen und künstlerischen Diskurs engagiert, bezieht er die Position des Künstlers als der des Fremden innerhalb des jeweiligen kulturellen Kontextes. Die Frage nach "dem Anderen", einem dritten Weg zwischen westlicher Moderne und islamischen Traditionalismus, ist ein allgegenwärtiges Element in seinem Werk.

Für aktuelle politische wie für existentiell ausgerichtete Themen findet Mounir Fatmi immer wieder neue radikal ästhetische Formen der Darstellung. Die Brisanz seiner Werke wird nicht zuletzt dadurch deutlich, dass sie hier wie dort immer wieder der Zensur ausgesetzt sind. Während der Biennale in Venedig 2009 musste seine Wandmalerei Le Grand Pardon, die den Attentäter Ali Akca im Gespräch mit dem Papst, seinem Opfer zeigt, übermalt werden. In diesem Jahr durfte seine Installation Lost Springs auf der Art Dubai nicht gezeigt werden, die auf die Jasminrevolution Bezug nimmt. Sie ist in der Ausstellung The Future of a Promise anlässlich der aktuellen Biennale in Venedig zu sehen.

Außer der Lichtinstallation Mehr Licht (Goethes letzte Worte), einer modifizierten Version der saalfüllenden Lichtinstallation, die 2009 für die Lyon Biennale 2009 entstand, gibt es neue Wandarbeiten, Lichtobjekte, Skulpturen und Videos.
Das titelgebende Werk The Angel´s Black Leg für seine zweite Ausstellung in der Galerie Conrads basiert auf einem Bild von Fra Angelico. Es zeigt zwei Ärzte, die eine Transplantation vornehmen. Ein schwarzes Bein wird einem weißen Patienten angesetzt. Es veranschaulicht für Mounir Fatmi sehr physisch einen Versuch, ethnische Grenzen zu überwinden. Ob wissenschaftliches Interesse Fra Angelico zu diesem Motiv veranlasste und wie das Experiment endete, bleibt bis heute unklar.

Außerdem zeigt Mounir Ftami ein neues großformatiges abstraktes Wandrelief mit dem Titel Kissing Circles. "The sculptures with antenna cables Kissing Circles are some interpretations of a geometric circle in a visual poetry. Mounir Fatmi's fascination for the circle shape and the Descartes Theorem on tangent circles, as well as Frederick Soddy´s* interpretation of those circles in a poem entitled "The kissing precise" have inspired this body of work. For Mounir Fatmi, the circle shape goes from geometry to spiritual and works as an illusion of displacement in space and time. It is about turning around, to get lost in a optical illusion. We found the circle shape in many pieces by Mounir Fatmi, mostly in the videos Manipulation, Commerciale, the sculptures The Machinery as well as in the installation Ghosting shown at the last Lyon Biennial." Aline Biasutto, Studio Fatmi 2011

Mounir Fatmis Arbeiten wurden u.a. im Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich, im Museum Kunst Palast, Düsseldorf, im Centre Georges Pompidou, Paris, sowie im Mori Art Museum in Tokyo ausgestellt. Außerdem nahm er an der Gwangju Bienniale und der 2. Sevilla Bienniale teil. 2006 erhielt er den Grand Prix der 7. Dakar Bienniale. Fatmis war 2007 an der 1. Luanda Trienniale, der 8. Bienniale von Sharjah und der 52. Bienniale von Venedig beteiligt.

*Frederick Soddy, British Radio-chemist, Nobel Prize in Chemistry in 1921
The Kissing precise poem

For pairs of lips to kiss maybe
Involves no trigonometry.
'Tis not so when four circles kiss
Each one the other three.
To bring this off the four must be
As three in one or one in three.
If one in three, beyond a doubt
Each gets three kisses from without.
If three in one, then is that one
Thrice kissed internally.

Four circles to the kissing come.
The smaller are the benter.
The bend is just the inverse of
The distance from the center.
Though their intrigue left Euclid dumb
There's now no need for rule of thumb.
Since zero bend's a dead straight line
And concave bends have minus sign,
The sum of the squares of all four bends
Is half the square of their sum.

To spy out spherical affairs
An oscular surveyor
Might find the task laborious,
The sphere is much the gayer,
And now besides the pair of pairs
A fifth sphere in the kissing shares.
Yet, signs and zero as before,
For each to kiss the other four
The square of the sum of all five bends
Is thrice the sum of their squares.

In Nature, June 20, 1936

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