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Einzelausstellung: Peter Schuyff (vorbei)

21 Januar 2006 bis 4 März 2006
  Peter Schuyff
Peter Schuyff
 
  Galerie Karl Pfefferle

Galerie Karl Pfefferle
Reichenbachstr. 47-49 /Rgb.
80469 München
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49-(0)89 29 79 69
www.galeriekarlpfefferle.de


Works on Paper

Mit 70 Arbeiten auf Papier bietet die Ausstellung den ersten umfassenden Überblick in Europa über das Schaffen Peter Schuyffs. 1958 in Holland geboren, wuchs Peter Schuyff in Vancouver auf; er zählt zu den bedeutendsten Vertretern der Second New York School (s. Arthur Danto u. Rainer Crone in: New York Painters, Kat., Sammlung Goetz, 1993).
Diesen Malern, zu denen auch David Reed, Peter Halley, Jonathan Lasker oder Philip Taaffe zählen, gelingt seit den achtziger Jahren eine Erneuerung der Bildsprache der Abstraktion, deutlich sichtbar in Peter Schuyffs paradigmatischer Arbeit Ohne Titel aus dem Jahr 1993, die auf vorliegender Einladungskarte abgebildet ist.
Auf einen gefundenen, leicht vergilbten Bogen Papier mit aufgedruckten Spalten konstruiert Peter Schuyff ein faszinierend rätselhaftes Gefüge plastischer, ornamentaler Formen. Anders als die konstruktivistischen Künstler zu Beginn des 20. Jahrhunderts lässt Schuyff seine kompakt gestaffelten Formen nicht frei und flach im Raum schweben, sondern evoziert den Eindruck, sie seien greifbare Objekte, beschienen von einem flachen Licht, das von rechts oben bis rechts unten auf die Komposition fällt. Peter Schuyff mischt die Farben nicht ab, wie in seinen zeitgleich entstehenden Gemälden (vgl. Kat. Edition Karl Pfefferle, 1993, S. 29-31, heute Sammlung Goetz), sondern bedient sich stattdessen der dritten Grundfarbe Rot, um an den Rundungen die Wechsel von Gelb zu Blau und umgekehrt als weiche Übergänge erscheinen zu lassen. Mit seiner Reduktion auf die Primärfarben Blau, Gelb und Rot spielt Schuyff auf Piet Mondrian an. Dessen idealistischer Bildidee, zu Beginn des 20. Jahrhundert entwickelt, setzt Peter Schuyff einen offenen Begriff der Abstraktion entgegen, der - frei konstruiert - das Andere, das Fremde nicht negiert, sondern mit diesem interagiert. So realisiert Schuyff seine Komposition nicht nur auf einem alten, für die Buchhaltung geschaffenen Papier, sondern lässt sich bei seinen Formschöpfungen von Zeichnungen inspirieren, die er im Dschungel West-Sumatras, von Tätowierungen des Volkes der Mentawi anfertigte.
Kai Middendorff

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