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Einzelausstellung: Tim Stapel - UNTILED (vorbei)

2 September 2011 bis 24 September 2011
  Tim Stapel - UNTILED
TIm Stapel, Teilstück, 2011 (Detail)
 
  Parrotta Contemporary Art - Projekt Space

Parrotta Contemporary Art - Projekt Space
Brunnenstr. 178-179
10119 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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tel +49 (0)30 - 275 95 519
www.parrotta.de


Tim Stapel »Multiplex«

Mittels elementarer Formen konstruiert Tim Stapel grafische und malerische Reihungen, die sich zwar einer zentralperspektivischen Anlage von Raum entgegenstellen, aber dennoch in den perspektivischen Raum vordringen. Neben der Reduktion auf streng komponierte Raster begünstigt der kalkulierte Einsatz von Farbe und isometrischer Parallelperspektive ein permanentes Vor- und Zurücktreten einzelner Formen - eine Dichotomie der Sichtweisen.

Für die Galerie Parrotta hat der Künstler eine Bodenarbeit entwickelt, die sich an der Grenze von zwei- und dreidimensionalem Objekt bewegt: Als textiles Gewebe nimmt sie realen Raum ein und behauptet sich dennoch auch als Bildfläche, als ein bildhafter Ausgriff in die dritte Dimension. »Als Maler bin ich an Bildern interessiert. Allein die Tatsache, dass das Bild auf dem Boden liegt, ist für mich spannend. Die Verlagerung des Bildes aus seiner Frontalansicht lässt es verstärkt zu einer Fläche, zu einem Feld aus Längen und Breiten ohne (Bild-)Tiefe ausdehnen. Die flache Fläche stellt andere Anforderungen an das Bild und zwingt zu einer Neubewertung des malerischen Raums. Der räumlichen Situation ausgesetzt entwickelt das Bild gleichzeitig skulpturale Eigenschaften. Es öffnet sich in den Raum und stellt eine Mehransichtigkeit der Bildfläche her. Die Bildstruktur zeigt sich so in unterschiedlichen Form- und Farbkonstellationen. Der perspektivische Bildraum multipliziert sich mit seinen perspektivisch verkürzten Ansichten.« Von einfachen Systemen ausgehend werfen die formstrengen Arbeiten Tim Stapels in ihrer visuellen Vieldeutigkeit nicht abgegoltene Fragen der Konkreten Kunst neu auf. Geprägt wurde der Begriff 1930 in einem Manifest von Theo van Doesburg: Das Bild soll ausschließlich aus plastischen Elementen, d.h. aus Flächen und Farben konstruiert werden und keine andere Bedeutung als sich selbst haben. Trotz konsequenter Reduktion bildnerischer Mittel verweigern sich die Arbeiten Tim Stapels einer solchen Selbstbezüglichkeit. Die elementaren Formen zeigen nicht nur die Abhängigkeit vom Raum und Betrachterstandpunkt, sondern auch eine Aufhebung ihrer perspektivischen Eindeutigkeit.

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