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Gruppenausstellung: CHEN GUANGWU / YOUNG-JAE LEE - INK, EARTH & FIRE (vorbei)

5 November 2011 bis 3 Dezember 2011
  CHEN GUANGWU / YOUNG-JAE LEE - INK, EARTH & FIRE
Chen Guangwu, Untitled (Detail), 2007-2008, Ink on Xuan Paper (left)
Young-Jae Lee, Vessels, 2011, Ceramics (right)
 
www.alexanderochs-galleries.com ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING

ALEXANDER OCHS GALLERIES BERLIN | BEIJING
Besselstr. 14
10969 Berlin
Deutschland (Stadtplan)

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www.alexanderochs-galleries.com


Keramik trifft Tusche

Mit der Koreanerin Young-Jae Lee und dem Chinesen Chen Guangwu präsentiert die Galerie zwei große asiatische Meisterkünstler und die Begegnung klassischer asiatischer Medien: Keramiken und Tuschen auf Xuan-Papier.

Young-Jae Lee wurde kürzlich mit der Installation ‚Behältnisse - 313 Gefäße' im Berliner Museum für Asiatische Kunst gezeigt; Chen Guangwu ist im gleichen Haus mit der Konzeptarbeit ‚Vorwort zu der Zusammenkunft am Orchideenpavillon' vertreten.

Uta Rahman-Steinert, Kustodin am genannten Museum, schrieb über die Keramikerin Young-Jae Lee: ‚einem Musiker ähnlich, der eine Komposition interpretiert, legt sie ihre Persönlichkeit in das feinfühlige Modulieren von nur scheinbar gleichen Vorbildern, denen sie Charakter verleiht und gleichsam ein Gesicht gibt. Dies ist vielleicht die Position, die sie am engsten mit ihrer ostasiatischen Herkunft verknüpft: der Ausdruck ihrer individuellen Kreativität über das Modifizieren, Abwandeln und Umformen vorhandener Grundmuster. Sie entgeht damit dem Zwang zur Neuerfindung von Form um jeden Preis und tritt gleichzeitig den Beweis an, dass Konstanz ein hohes Potential zur Wandlungsfähigkeit hat.'

Vermutlich ist hier die Verwandtschaft zur Arbeit des in Beijing lebenden Chen Guangwu zu finden. Als Autodidakt fand er als Konzeptkünstler zu einer weiter gehenden Untersuchung wesentlicher, in China wirkender kultureller Einflüsse: des Konfuzianismus wie auch des Maoismus. Aus seiner täglichen (im Buddhismus begründeten) Meditations-Praxis entwickelt der Künstler minimalistisch gestaltete Tuschmalerei auf großen Formaten. Auch als radikaler Minimalist bleibt Chen ein Konservativer, er bleibt Kalligraf, dessen Arbeiten aus sich immer wiederholenden, einander ähnelnden Wörtern bestehen. Wie bei Young-Jae Lee nimmt der Arbeitsprozess kaum Bezug auf Vergangenes und so entstehen weder komplette Sätze noch Beschreibungen.

Die Ausstellung realisiert eine erste Begegnung zwischen den Künstlern. Über 300 größere und kleinere Gefäße - darunter ein Konvolut aus der 2006-2007 in der Münchener Pinakothek gezeigten Ausstellung ‚1111 Schalen' - ergeben ein Bild auf dem Boden, das durch das Bild der Tuschen an den Wänden in drei Galerie-Räumen korrespondiert.

Alexander Ochs: ‚fast zwanzig Jahre nach meiner ersten Einladung nach China und im Ergebnis von bald vierzehn Jahren Galerie-Praxis ist dies die wohl asiatischste Ausstellung, die wir je machten.'

Uta Rahman-Steinert führt in die Ausstellung ein.

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